Samstag, 8. Juli 2017

Rezension: Der letzte Pilger

Ein Fall von Tommy Bergmann 1
von Gard Sveen, erschienen bei List.

 

Erschienen 12.05.2017
Taschenbuch, Broschur
460 Seiten
ISBN-13 9783548613734

Beschreibung laut Verlag
Es ist Frühling in Oslo, als ein grausames Verbrechen geschieht: Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wird brutal ermordet. Während des Krieges stand er stets auf der richtigen Seite. Wer bringt einen Mann um, den alle bewundern? Kurz zuvor findet man in der Nordmarka drei Leichen. Unter ihnen ein kleines Mädchen. Kommissar Tommy Bergmann, scharfsinnig, klug und ein Selbsthasser voller innerer Abgründe, sieht einen Zusammenhang: Die Toten stehen in Verbindung zu Agnes Gerner, einer Agentin des Widerstandes. Je mehr Tommy Bergmann über die schöne und hochintelligente Frau herausfindet, umso gefährlicher erscheint sie ihm.

Rezension
Zunächst werden in der Nordmarka drei Leichen gefunden - anscheinend Opfer aus dem zweiten Weltkrieg. Ermittler Thomas Bergmann ist betroffen, denn bei einer der Leichen handelt es sich um ein Kind.

Als kurze Zeit später Carl Oscar Krog - ein ehemaliger Widerstandskämpfer - brutal ermordet aufgefunden wird, vermutet Thomas einen Zusammenhang.

Wer sind die Toten und warum sind sie gestorben? Steht die alte Geschichte im Zusammenhang mit dem aktuellen Mordfall? Und wenn ja, wie? Der Name Agnes Gerner taucht immer wieder auf. Ist sie einer der drei Leichen? Wie kann man heute noch heraus bekommen, was damals wirklich geschah und kann man so den Mörder von Krog fassen?

Thomas Bergmann macht sich an die Arbeit...

Fazit
Bei diesem Debüt von Gard Sveen handelt es sich definitiv nicht um einen humorvollen Schnell-weg-les-Krimi, nein - es ist ein Kriminalroman, der den Leser in die Vergangenheit führt. Erzählt wird in zwei Zeitebenen - einmal zur Zeit des zweiten Weltkrieges zum anderen ins Jahr 2003, sodass man an den jeweiligen Ereignissen 'live' teilnimmt.

Die Schreibweise von Sveen gefällt mir gut - detailreich lässt er Bilder im Kopf entstehen. Allerdings sind die Protagonisten nicht unbedingt sympathisch. Sowohl Bergmann, der als Einzelkämpfer allein unterwegs ist, seine Ex geschlagen hat und nicht wirklich glücklich mit sich selbst ist, als auch die ... anderen Personen. Ich kann nicht behaupten, dass mir da jemand positiv ins Auge gesprungen wäre.

Interessant war das Aufrollen der Vergangenheit. Den zweiten Weltkrieg aus nicht-deutschen-Augen betrachtet - das ist mal eine andere Sicht auf die damalige Zeit.

Allerdings hat mich das Ende der Geschichte irritiert. Normalerweise kann man das Motiv der Täter in Kriminalromanen ja ... nachvollziehen. Aber hier ist mir nicht klar geworden, warum... zumindest zwei Morde... also, da weiß ich einfach nicht...

Mmmm... nein erzählen werde ich nichts, aber das Buch hat mich mit ein, zwei Fragezeichen zurückgelassen... kommt ja schon mal vor, aber...

Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Serie weiter entwickelt. Der zweite Teil 'Teufelskälte' ist im Juni erschienen und steht definitiv auf meiner Wunschliste.

Reihenfolge
1. Der letzte Pilger
2. Teufelskälte

Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 5. Juli 2017

Rezension: Agatha Christie - Mörderische Spiele

Collection 1


Erscheinungsdatum: 30.06.17
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 376 Min. (4x 94 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 2

Synopsis
Agatha Christies "Mörderische Spiele" sind in der farbenfrohen und glamourösen Welt der 1950er angesiedelt. Kommissar Laurence ermittelt gewohnt unausstehlich, aber schlicht brillant, und die junge Journalistin Alice Avril tut alles, um eine Schlagzeile zu erhalten. Die überzeugte Feministin scheut dabei keine Auseinandersetzungen mit Laurence. Doch der Kommissar kann sich immer auf seine treue Assistentin Marlène verlassen - ein hinreißendes Ebenbild von Marilyn Monroe.

Rezension
Die 1950er. Der neue Kommissar am Ort bekommt einiges zu tun. Laurance wird dabei - eher unfreiwillig - von der jungen burschikosen Journalistin Alice Avril unterstützt. Die junge ungestüme Frau möchte endlich weg von der Rubrik 'Liebeskummer' hin zu spannenden, ernsthaften Recherchen - und da kommen doch ein paar Mordfälle gerade recht.
Unterstützt wird das Team dabei von Laurance Sekretärin - der wasserstoffblonden Maryline... äh... Marlène - eine herzensgute, leicht naive *hüstel*, zuverlässige Hilfe für die beiden Ermittler.

Fazit
Agatha Christie in den 50er und ganz ohne Miss Marple, Poirot & Co - funktioniert das? Ja, tatsächlich. Sogar gut.


Dabei erinnert mich Kommissar Laurance in seiner souveränen Art ein wenig an einen James Bond (gutaussehend, charmant (zumindest meistens), den Verbrechern gegenüber manchmal auch handgreiflich (ja ja, das waren noch Zeiten damals) und die Frauenherzen fliegen ihm zu.

Alice Avril dagegen ist das genaue Gegenteil. Jung, dynamisch, etwas... unüberlegt, mit nicht-den-besten-Tischmanieren legt auch schon mal fast einen Slapstick hin, wenn es z.B. darum geht sich zu benehmen.


Dazwischen dann die Sekretärin, die mit ihrer liebevollen Art zwischen den beiden Ungleichen vermittelt und zur Stelle ist, wenn Not an Mann... bzw. an Frau ist.


Collection 1 enthält die vier Langfolgen Fata Morgana, Blausäure, Stummer Zeuge und Ein Schritt ins Leere. Die Bücher habe ich gelesen und die Geschichten auch schon in anderen Verfilmungen gesehen. Aber noch nicht so, wie dieses Mal. Ich gebe zu, das die Reihe am Anfang gewöhnungsbedürftig ist, aber ... spätestens beim zweiten Teil hat mich die Serie erwischt.


Alleine schon zuzusehen, wie Laurance das Lenkrad hin und her bewegt - 50er Style par excellence. Es ist, als ob man einen schwarz/weiß Film in Farbe sieht. Und ich weiß auch nicht, wann ich zuletzt einen Film gesehen habe, in dem noch 'Backpfeifen' angedroht werden - *kicher* - zu schön.

Also mir hat diese etwas andere Serie richtig gut gefallen und ich bin schon gespannt, was in Collection 2 geboten wird. Agatha Christie geht irgendwie immer ;0)

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 1. Juli 2017

Rezension: iZombie

Staffel 2


Erscheinungsjahr: 2017
Warner Home Video
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 772 Min.
Bildformat: 16x9 anamorph (1,77:1)
Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 2.0 , Englisch
Dolby Digital 5.1
Anzahl Discs:4

Synopsis
In Staffel zwei muss Livs Ex-Verlobter und Geliebter Major die jüngsten Ereignisse und das Wissen, dass Liv ein Zombie ist, verarbeiten. Blaine, jetzt menschlich, kämpft um den Erhalt seiner Zombiewelt; Clive sucht Blaine und vermutet Majors Beteiligung am Meat-Cute-Massaker; Ravi ist auf der Suche nach dem verdorbenen Utopium.  

Rezension
Das Leben... bzw das Untotsein eines Zombies ist auch nicht wirklich einfach. So hat Livs (Rose McIver) Familie z.B. überhaupt kein Verständnis dafür, dass sie ihrem Bruder kein Blut spenden will - mmm...warum wohl nicht ?!


Kompliziert ist auch weiterhin ihre ... eher on/off Beziehung mit Major (Robert Buckley) und der Frage, was passiert eigentlich, wenn ein Zombie Sex mit einem Menschen hat... kann es da zu irgendwelchen Übertragungen von... was auch immer kommen?

Livs Chef und Freund Dr. Ravi Chakrabati (Rahul Kohli) ist also nicht nur weiterhin auf der Suche nach einem Heilmittel, nein, er kümmert sich auch um das... ja... gewünschte eventuelle Liebesleben seiner Freunde.


Gut das Liv wenigstens weiterhin Detective Clive Babineaux (Malcolm Goodwin) bei seinen Ermittlungen helfen kann. Denn schließlich bekommt sie nach dem ... Genuss einer lecker zubereiteten Hirnmahlzeit (also mit Hirn des entsprechenden Opfers) Visionen über deren Vergangenheit. Und das hilft auf der Suche nach dem Täter natürlich ungemein weiter. Blöd nur wenn es um eine enthauptete Leiche geht, deren Kopf samt Hirn nicht aufzufinden ist... ;0)

Blain (David Anders) hingegen kämpft mit ganz anderen Schwierigkeiten. Das Leben...bzw. der Tot... oder einfach das Dasein hat wohl immer seine Tücken...


Fazit
Natürlich sind Zombies fies, ekelig und grausam; ganz gewiss ist das Verspeisen von Gehirn ein no-go, ohne Zweifel sind lebende Untote innerhalb der menschlichen Zivilisation undenkbar, aber... man, was hab ich gelacht :0)

Ganz ehrlich: die Idee der Serie ist absolut ...erfrischend anders.

Zum einen ist da die Hauptstory - also es gibt Zombies und die Suche nach einem Heilmittel steht im Vordergrund... auf der anderen Seite natürlich die Bösen mit dem Wunsch zur Gewinnmaximierung, z. B. bei der Vermarktung von ... frei zur Verfügung stehenden Gehirnen. Also mal ehrlich: spätestens beim Bestatter braucht das ja dann nun wirklich keiner mehr... und wenn man dann da was entnimmt.... also vor der Beerdigung... und das Ganze gourmetmässig anrichtet und zu exquisiten Preisen an entsprechend gut betuchte Zombies verkauft... ich mein, dann brauchen die ja auch nicht selber los ... so ein besonderer Lieferservice... hat doch was...nech?!)

Zum anderen sind da die jeweiligen Todes- bzw. Mordfälle und deren Aufklärung, die aber auch oft einen Verbindungsfaden zur Hauptstory knüpfen.

Dazu die schauspielerische Leistung, bei der besonders Rose McIver brilliert. Dadurch, dass sie nach jeder Mahlzeit auch das Verhalten und die Charakterzüge des Verblichenen übernimmt, spielt sie eigentlich in jeder Folge eine andere Rolle - klasse gemacht!

Der eiiiigentliche Antagonist der Serie David Anders ist mir in der zweiten Staffel schon fast richtig ans Herz gewachsen ... obwohl bei einer Zombie-Serie sollte man sich da vielleicht besser anders ausdrücken - also er ist mir fast sympathisch geworden - und seine Sprüche sind teilweise genial :0)

Allerdings findet am Ende der zweiten Staffel ein solcher Plot twist statt, das mir schon ein wenig die Öhrchen gewackelt haben. Ganz ehrlich: damit hab ich nicht gerechnet. Von daher bin ich wirklich gespannt, wie es in der dritten Staffel weitergeht!

Also wer es witzig - spritzig mag (ja hier sieht man auch schon mal Blut fliegen), dem kann ich diese Serie nur empfehlen. Mir (Weichei) macht sie wirklich Spaß!

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 29. Juni 2017

Rezension: Paper Palace

Die Verführung
von Erin Watt, erschienen bei Piper.



Erschienen am 2. Mai 2017
Klappenbroschur
416 Seiten
ISBN: 978-3-492-06073-8


Beschreibung laut Verlag
Kaum haben sich Ella und Reed wiedergefunden, werden sie schon wieder getrennt – und Reeds Leben steht auf dem Spiel. Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist ihm sein aufbrausendes Temperament zum Verhängnis geworden? Ella ist eine Kämpferin. Sie ist bereit, alles zu tun, um Reed zu schützen, und den Royals zur Seite zu stehen. Doch dann wird sie plötzlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Sie muss feststellen, dass ihr Leben eine einzige Lüge war. Werden die Royals sie am Ende doch ruinieren? Oder kann es ein Happy End für Ella und Reed geben?

Rezension
Diesmal sieht es absolut nach Land unter aus. Reed steckt so tief in Schwierigkeiten, dass kein Ausweg möglich scheint. Das erste Mal in seinem Leben lösen sich die Dinge nicht mit Einfluß und Geld in Luft auf. Und der Preis dafür seine Familie zu schützen ist sehr hoch.

Ella kann es nicht fassen, was da gerade über ihr hereinbricht. Gerade erst eingelebt bei den Royals, in ihrem neuen Leben angekommen, frisch verliebt und nun gerät alles aus den Fugen. Aber eine Flucht ist keine Option...

Fazit
Nach dem Cliffhanger vom zweiten Teil war ich ja schon so was von gespannt auf das dritte und letzte Buch von dieser Trilogie... tja... das hab ich nun gelesen...

Jo... also die Geschichte ist damit schon schlüssig erzählt und abgeschlossen, aber ... irgendwie... mmm.... also ganz ehrlich gesagt, fand ich den letzten Teil... doch eher... etwas enttäuschend.

Natürlich ist die Schreibe weiterhin fluffig zu lesen, aber inhaltlich...hüstel... Ella, die mit ihren 17 Jahren bereits für sich und ihre Mutter jahrelang allein gesorgt hat, lässt sich nun von ihrem... Erziehungsberechtigten sooo einschüchtern und fremdbestimmen... mit 17... ja... kann schon sein... vielleicht...

Und auch Reed ist ... ja ... so etwas von tapfer, obwohl alle so böse zu ihm sind. Dabei haben doch sonst immer alle so .... gespurt...

Also ihr merkt: ich bin so ein bisserl was enttäuscht. Irgendwie hatte ich mir mehr versprochen. Vielleicht bin ich ja doch schon zu alt für New Adult.... Aber trotz allem hat mir die Trilogie insgesamt gut gefallen - die ersten beiden Bände halt besser als der Schluss ;0)
  
Reihenfolge
Paper Princess – Die Versuchung
Paper Prince – Das Verlangen
Paper Palace – Die Verführung


Viele Grüße von der Numi

Freitag, 23. Juni 2017

Stiefkind

von S.K. Tremayne, erschienen bei Knaur.


Erschienen am 01.12.2016
Taschenbuch
400 Seiten
ISBN: 978-3-426-51662-1

Inhalt laut Verlag
Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste ums Leben.
Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt - und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."

Rezension
David - der reiche, charmante, gutaussehende Witwer verändert Rachels Leben vollständig. Nun lebt sie in einem wundervollen Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall zusammen mit ihrem aufmerksamen Mann und seinem 9-jährigen Sohn Jamie.

Jamie scheint den Tod seiner Mutter noch lange nicht überwunden zu haben. Sie ertrank in einer der Zinngruben an der Küste. Immer, wenn Rachel meint ihm einen Schritt näher zu kommen, verschließt der Junge sich wieder komplett vor ihr. Anscheinend wird er von bösen Träumen gequält... er glaubt seine Mutter kehrt zurück.

Rachel macht sich Sorgen um Jamie und bemüht sich um Hilfe für den Jungen, aber... sind es wirklich nur Träume oder hat er Visionen? Kann er vielleicht tatsächlich wissen, was bald passieren wird? Und warum reagiert David so ... aggressiv auf das Thema? Starb seine erste Frau wirklich durch einen Unfall? Oder... könnte es eventuell sein, das Jamie Recht hat? Denn eine Leiche wurde nie gefunden...

Fazit
Ein armes Mädchen trifft auf einen älteren, reichen Mann und wird von ihm auf sein Schloss... äh... Herrenhaus in Cornwall gebracht. Dort sieht alles zunächst so rosig aus, doch dann entspinnt sich für die neue Hausherrin langsam aber sicher ein beängstigend Netz, bei dem sich alles in Frage stellen lässt. Ähnlich des Klassikers 'Rebecca' von Daphne du Maurier.

So schön Cornwall in anderen Romanen auch beschrieben wird und wohl auch in sämtlichen Rosamunde-Pilcher-Filmen gezeigt wird (hab mich bisher erfolgreich vor ihnen gedrückt), entsteht hier ein anderes Bild. Rauer, düsterer, einsamer ist die Umgebung. Dazu die... schon fast unheimliche Geschichte und schon hab ich Herzklopfen beim Lesen. Aber so unheimlich, dass ich das Buch hätte weglegen können, war es dann auch wieder nicht.

Wie schon im letzten Buch 'Eisige Schwestern' ist es für mich ein Psychothriller, in dem ein wenig Mystery eingewoben ist. Das Buch hat mich gut unterhalten, obwohl es zwischendurch auch gerne etwas mehr Chili hätte sein dürfen ... also knackiger und mit etwas mehr ... Schärfe zum Ende hin, wenn ihr wisst, was ich meine...

Also eine gute Unterhaltung, vielleicht ein wenig seltsam, aber so steht es geschrieben (das stand früher immer unter den Gruselgeschichten-Comics ;0)

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 17. Juni 2017

Rezension: Canterbury Blues

von Gitta Edelmann, erschienen bei Dryas.


Erschienen im Oktober 2016
Taschenbuch
248 Seiten
ISBN: 978-3-940258-64-9

Beschreibung laut VerlagDie Liebesroman-Autorin und Hobby-Detektivin Ella Martin ist zurück in Canterbury. Und will sich nicht wieder in die Aufklärung eines Verbrechens einmischen – ehrlich nicht. Es gibt ja auch weit und breit keine Leiche.

Allerdings stößt sie bei der Recherche einer alten Liebestragödie auf dem Landsitz Feniston Park auf Ungereimtheiten. Amelia und Felix starben vor über siebzig Jahren, aber ist ihr Schicksal wirklich nur Geschichte? Und diese Umweltstiftung im Westflügel – geht da alles mit rechten Dingen zu? Vielleicht sollte sie Detective Inspector Alex Drake nicht nur privat treffen …

Rezension
Eine tragische Liebestragödie ereignete sich vor langer Zeit auf dem Landsitz Feniston Park. Wenn das mal nicht ein passender Hintergrund für einen neuen Liebesroman derdeutschen Autorin Ella Martin sein könnte. Und es klappt – auf Nachfrage wird Ella eingeladen ein paar Tage vor Ort zu Recherchezwecken zu verbringen.

Zwar wird sie während ihres Aufenthaltes kaum Zeit für ihren Vater und ihre Freunde in Canterbury haben, aber doch freut sich Ella auf ihre neue Aufgabe. Und dieses Mal hat sie sich fest vorgenommen über keine Leichen zu stolpern und schon gar nicht über Mordopfer. Nein, dieses Mal wird recherchiert im Namen der Liebe!

Das klappt auch ganz gut… naja zumindest so lange, bis die ersten Ungereimtheiten in der alten Geschichte der Liebenden auftauchen und auch im Jetzt gibt es überaus merkwürdige Dinge … verschlossene Räume… verlassene Keller… und... plötzlich ist Ella mittendrin…

Fazit
Das dritte Mal mit Ella unterwegs und es hat mir wieder gefallen.

Gitta Edelmann hat auch dieses Mal so einen richtig englischen Cosy-Krimi abgeliefert – das englische Wort cosy‘ bedeutet behaglich, gemütlich, kuschelig. Und so stelle ich mir einen Krimi dieser Art vor, gelesen auf der Couch, kuschelig eingemummelt, eine Tasse Tee in Reichweite (schließlich befinden wir uns auf einem englischen Landsitz) und dazu ein Teller Kekse, die man je nach Spannungsgrad ziemlich schnell wegfuttert.

Trotz der diesmal übersichtlich Personenanzahl, ist es weder einfach auf das Motiv… oder die Motive… auf den, der, die, das Täter und/oder auf den Gesamtzusammenhang zu kommen, falls es denn einen gibt – hihi – nein, verraten wird nix.

Mir gefällt die Ella-Martin-Reihe. Die kurzen Kapitel laden zum mal-eben-schnell-weg-lesen ein. Die Geschichte ist gut durchdacht und spannend geschrieben – im Ganzen ein kurzweiliges Lesevergnügen!

Reihenfolge
Canterbury Requiem
Canterbury Serenade
Canterbury Blues

Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 13. Juni 2017

Rezension: Mordskuss

von Ulrike Busch, erschienen bei Klarant.

Erschienen im Mai 2017
Taschenbuch
200 Seiten
ISBN 978-3955736279 





Inhalt laut Verlag
Das beschauliche friesische Dorf Pilsum wird von einem brutalen Mord erschüttert. Neben dem Leuchtturm wird eine attraktive junge Frau gefunden, mit einem Gürtel bestialisch erdrosselt. Auf der Stirn der Toten prangt ein dunkelroter, sinnlich wirkender Kussmund. Was hat dieses Zeichen zu bedeuten? Tammo Anders und Fenna Stern von der Kripo Greetsiel nehmen die Ermittlungen auf. Das Mordopfer Silvia Lüders war Gast des Hotels Friesenliebe. In dem Haus treffen sich Partnersuchende aus Ostfriesland, doch anstatt Flirts und Liebe finden die Kommissare Eifersucht vor und Hass … Ist einer der Gäste der Friesenliebe der Täter? Treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Ostfriesland? Die Kommissare ermitteln in alle Richtungen, als der Täter erneut zuschlägt…
Rezension
Zuviel Kaffee am Morgen bringt Kummer und Sorgen… naja zumindest stolpert eine Pilsumer Urlauberin bei einem kurzen …Pipistopp an einer ruhigen Ecke des Leuchtturms über eine tote Frau, die keines natürlichen Todes starb. Also ein neuer Fall für Tammo Anders und Fenna Stern von der Kripo Greetsiel.
Schnell finden die Beiden heraus, dass die junge Frau Gast in der ‚Friesenliebe‘ war. Dieses Hotel dient als Treffpunkt für Menschen auf der Suche nach ihrem Traumpartner – man lernt sich virtuell kennen und hat dann dort während eines Urlaubs die Möglichkeit sich kennen… und eventuell auch lieben zu lernen.
Doch ganz so romantisch harmonisch geht es dort gar nicht zu. Im Gegenteil – Eifersucht, Rivalität, Neid, Zank und Streit sind an der Tagesordnung. Musste die junge Frau deshalb sterben? Ist der Täter einer der anderen Gäste? Oder liegt das Motiv ganz woanders?

Tammo und Fenna machen sich an die Arbeit…

Fazit
Der erste Fall dieses neuen Ermittlungsteam aus der Feder von Ulrike Busch hatte mir richtig gut gefallen und ganz ehrlich? Der Zweite schließt sich da nahtlos an – klasse!
Die Ausdrucksweise,… die Wortwahl… einfach die komplette Art und Weise Worte auf Papier zu bringen gefällt mir hier sehr, sehr gut. Das sind einfach diese Bücher, die man nur ganz schlecht aus der Hand legen kann – Ihr wisst, was ich damit meine. Das Team Tammo/Fenna, das einem im ersten Teil ja schon ans Herz gewachsen ist, punktet weiter. Die Beiden sind unterschiedlich in ihrem Wesen und ergänzen sich dadurch richtig gut und das nicht nur bei der Arbeit … nein…. Ich könnte mir vorstellen, dass es da demnächst… eventuell auch im privaten Bereich… vielleicht… mal abwarten… Die Mischung zwischen Privat- und Dienstleben ist auch im zweiten Band tadellos gelungen. Die Geschichte ist gut durchdacht und regt zum miträtseln an – obwohl ich mal wieder einen falschen Verdacht hatte. Naja… aber ich bin ja beruhigender Weise nur Leser und kein Ermittler ;0) Meine Empfehlung für die Reihe habt Ihr auf jeden Fall und ich muss sagen, dass ich mittlerweile nach dem nun insgesamt fünften Buch von Frau Busch mal so richtig Lust hätte auf Tee mit Kluntjes und Sahne!
Reihenfolge

1.Tod am Deich
2. Mordskuss

Viele Grüße von der Numi