Sonntag, 29. Juni 2014

Rezension: Die Blunk Konstante

vo Maike Braun, erschienen bei Stories & Friends

Ein Wirtschaftskrimi
1 Krimi und 10 Theorien
 
Inhalt:
Felix Blunk hat sich darauf spezialisiert, Menschen verschwinden zu lassen. Als Privatermittler schützt er diejenigen, die verfolgt werden und besser daran täten unterzutauchen. Untergetaucht ist auch seine Ehefrau, Farida, zusammen mit Lutz, seinem ehemaligen Geschäftspartner. Zuvor haben sie mit einer Selbstanzeige bei der Steuerfahndung dafür gesorgt, dass Blunk an der gemeinsamen Firma keine Freude mehr hat. Die Konten leergeräumt. Blunks bisheriges Leben in Auflösung begriffen. Mit dem Verschwinden kennt er sich also bestens aus. Spurlos zu verschwinden, ist jedoch schwierig, wenn man wie Lutz exklusive Autos liebt. Dessen Aston Martin ist Blunks heißeste Fährte.

Die Blunk Konstante ist nicht nur ein Krimi. In 10 Kapitel wird nicht einfach nur Licht ins Dunkel gebracht. Jedes beleuchtet eine andere ökonomische Theorie. Sie erzählen von der Knappheit der Güter, den Opportunitätskosten, dem abnehmenden Grenznutzen sowie von der uns alle bewegenden Frage, ob Geld glücklich macht ...

Rezension
Mal was anderes - ist das, was mir als erstes durch den Kopf geht.

Man lernt Felix Blunk und seine Geschichte kennen. Er erzählt z.B. ,
wie er Leute verschwinden lassen kann (nein - nicht ermorden oder sowas,
sondern wie er sie 'einfach' im System verschwinden läßt, 
sodaß sie praktisch ein neues Leben anfangen können), aber auch, 
wie er daran geht, Menschen, die vermißt werden, wiederzufinden.

So unter anderem seine Ehefrau und seinen ehemaligen Geschäftspartner.
Diese Geschichte, die am Anfang so klar erscheint, dreht und wendet
sich zwischendurch immer mal so um 180 Grad - gut gemacht!
(Will ja nicht zuviel verraten.)

Zwischen den einzelnen Kapitel werden kurz und knackig zehn ökonomische
Thesen erklärt, die sich auf die Geschichte(n) des Buches beziehen. Für mich als
'alter  (Betriebswirt-)Hase' eine Auffrischung von vollkommen verstaubtem
 Wissen aus einer der untersten Schubladen - für Frischlinge
eine klare, kurze Beschreibung der Thesen.

Mir persönlich fehlt ein wenig Humor - da ich ja auch gern bei einem
Krimi mal lache. Gehört also nicht zu meinen neuen Favoriten,
aber es schadet auch nicht, das Buch zu lesen -  war keine Zeitverschwendung


Viele Grüße von der Numi

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