Samstag, 5. Juli 2014

Rezension: Scheunenfest

von Nicola Förg, erschienen im Pendo Verlag.


Inhalt
In der Brandruine einer Scheune werden in Unterammergau die Leichen zweier junger Frauen entdeckt. Die Rumänin Ionella hatte das alte Ehepaar gepflegt, dem der Bauernhof gehört. Ihre Freundin, eine junge Norwegerin, war als Au-pair in Deutschland. Ein Unfall? Fest steht jedenfalls, dass sie schon tot waren, als der Stadel Feuer fing. Und die Brandstelle hält noch eine weitere Überraschung für Irmi und Kathi bereit: In der Scheune lagerte eine Phosphorbombe! Die könnte den Brand ausgelöst haben, aber nun will sie natürlich niemandem mehr gehören. Sind die beiden Frauen einer Verkettung unglücklicher Umstände zum Opfer gefallen? Die Schafe und Ziegen waren gerade an diesem Tag nicht im Stadel, obwohl es draußen gestürmt und geschneit hat – wollte jemand einen Doppelmord vertuschen, aber die Tiere verschonen? 

Rezension
Nachdem die Feuerwehr den Brand auf dem Hof des Altbauern Schmid 
gelöscht hat, finden sie zwei verbrannte Leichen im Silo.Wie sich herausstellt 
handelt es sich um die rümänische Pflegekraft Ionella, die sich im Wechsel 
mit anderen Frauen aus Rumänien um die alten Schmids kümmerte, 
weil keiner in der Familie dafür die Zeit, die Kraft oder die Muse hatte.
 Bei der zweiten Leiche handelt es sich nicht, wie zunächst angenommen um eine 
befreundete Pflegerin, sondern um ein norwegisches Au-Pair Mädchen.

Alles könnte auf einen Unfall hindeuten - die beiden Frauen hatten versucht
eine Katze zu retten, die ins Silo gelaufen war und alle drei wurden von
den Dämpfen bewußtlos und starben. Allerdings hätte die Katze dann
keinen eingeschlagenen Schädel .... Das Ermittlerduo Irmi Mangold und 
Kathi Reindl machen sich mit ihrem Team an die Arbeit.

Die Familie Schmid entpuppt sich nicht unbedingt als nett. Ging es darum 
die alten Leute ins Pflegeheim abzuschieben um den Hof und das Land
schnellstens zu verkaufen. Oder ging der sexuelle Übergriff des Enkels
 an einer 'billigen Rumänin' diesmal schief.In was für Geschäfte
 sind die Schmids verwickelt ?

Eine Phosphorbombe aus dem zweiten Weltkrieg, die in der Scheune lag,
hatteden Brand beschleunigt. Der alte Schmid war damals in Norwegen
stationiert ... Das norwegische Au-Pair Mädchen hatte interessanten
E-mail Kontakt in die Heimat. Wäre das zu weit hergeholt ?

Fazit
Ein guter Kriminalroman mit ernsten Themen im Hintergrund. Da während
der Ermittlung auch eine Reise nach Norwegen ansteht und Irmi Mangold
 dort vorher eine Zeit zur Erholung verbracht hatte, erfährt man
nicht nur viel über die Geschichte Bayerns, sondern auch über
Norwegen und die Zeit des zweiten Weltkrieges.

Dies ist der achte Fall von Mangold/Reindl - mein erster, aber man
kommt problemlos in die Geschichte hinein - ein gut zu lesendes Buch
ohne Blut und fiese Einzelheiten.

 Viele Grüße von der Numi

1 Kommentar:

  1. Das hört sich doch gut an! Danke für den Tipp! Och Mensch, so Tipps sind furchtbar für meine Leseliste...sie wird länger und länger und gleicht mittlerweile der To-SewListe....

    Ganz herzliche Grüße
    Martina

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