Sonntag, 24. August 2014

Rezension: Die Stimme des Vergessens

von Sabine Kornbichler, erschienen bei PIPER.


Erschienen am 11.08.2014
416 Seiten, Kartoniert
ISBN: 978-3-492-30204-3
 
Inhalt
Als die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo das Haus des verstorbenen Albert Schettler betritt, sind die Zeichen seiner Paranoia unübersehbar. Die Türen sind mehrfach gesichert, alle Fenster vergittert. In einem Brief, den er hinterlassen hat, steht, jemand werde versuchen, an den brisanten Inhalt seines Bankschließfachs zu gelangen. Kristina hält das für Verfolgungswahn, doch dann werden die Unterlagen tatsächlich gestohlen. War Schettlers Angst begründet? Kristinas Recherchen bringen ungeahnte Wahrheiten ans Licht … 

Rezension
Kristina Mahlo wird als Nachlassverwalterin für den kürzlich verstorbenen
Albert Schettler tätig. Dass er zu seinen Lebzeiten unter Verfolgungswahn litt
ist unübersehbar: sein Grundstück und das Haus sind gesichert, er besaß
keinen Fernseher, keinen Computer, kein Handy aus Angst ausspioniert zu werden
und über sämtliche Aktivitäten der Nachbarn führte er akribisch Buch.
 
Als Kristina einen Brief 'an den Nachlassverwalter' findet, ist sie nicht
erstaunt, dass Herr Schettler - im Falle seines Todes - von Mord spricht und
genaue Anweisungen darüber hinterlässt, sein Bankschließfach zu leeren und
mit den dort hinterlegten Briefe strikt nach seinen Anweisungen zu verfahren.

Da Kristina das Ganze für eine krankhafte Wahnvorstellung hält, missachtet
sie - zu Ihrer eigenen Schande - die Anweisungen und prompt werden Ihr
die Unterlagen nach Verlassen der Bank gestohlen. Zufall? Oder steckt
hinter dem Wahn ein wahrer Kern und jemand trachtete Alfons Schettler
doch nach seinem Leben? Was hat es mit der Rechnung einer Detektei
auf sich, die er kurz vor seinem Ableben engagiert hatte?

Ihr Fehlverhalten und das ganze Drumherum lässt Kristina nicht zur
Ruhe kommen und sie beschließt der Sache auf den Grund zu gehen!

Fazit
Die Idee, eine Nachlassverwalterin auf den Weg zu schicken, finde ich sehr
gut - einfach mal etwas anderes. Die Protagonistin Kristina lebt auf einem
Hof, gemeinsam mit ihren Eltern, ihrem Freund und einer Freundin - natürlich
in getrennten Wohnungen - und so wird die Geschichte in ihr persönliches
 Umfeld eingebettet. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt - obwohl
es der zweite Teil aus der Reihe ist - gut hinein.
 
Allerdings ist mir die Geschichte an einigen Stellen zu langatmig und
auch Kristinas Verhalten - grade zum Ende hin - erschien mir etwas...
fragwürdig. Leider wird im zweiten Teil auch so einiges aus dem ersten
Teil verraten, sodass ich den nicht mehr lesen möchte - weiß ja leider 
schon, was dort passiert. 

Von der Idee her gut, aber in der Umsetzung haperte es - für mich.
Viele Grüße von der Numi

1 Kommentar:

  1. Danke Dir, liebe Numi, fürs Vorweglesen.
    Liebe Grüße, Inge

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