Freitag, 8. Dezember 2017

Rezension: Mausetot im Mausoleum

von Lotte Mink, erschienen im Droste-Verlag.


Erschienen im September 2017
Taschenbuch
304 Seiten
ISBN 978-3-7700-1561-0

Beschreibung
Muss man abergläubisch sein, um sich ein Horoskop stellen zu lassen? Wird man automatisch wunderlich, wenn man nachts arbeitet?
Und was bedeutet es, wenn einem Farnwedel statt Rosen geschenkt werden? Diese Fragen stellen sich Loretta Luchs in Mausetot im Mausoleum, der neuen Ruhrpott-Krimödie aus der Feder von Lotte Minck. Die schlagfertige Loretta Luchs, die an einer Hotline arbeitet, und ihre ebenso liebenswerten wie schrägen Freunde stolpern wieder in einen Kriminalfall, der Loretta dieses Mal ganz besonders nahe geht. Denn Loretta bläst Trübsal. Seit Pascal weg ist, leidet sie unter akutem Liebeskummer. Damit sie nachts nicht allein ist, übernimmt sie die Spätschichten im Callcenter. Was die Lage auch nicht besser macht. Immerhin teilt sie ihr neues Hobby, die Fotografie, mit dem netten und obendrein gut aussehenden Stefan. Ob er derjenige ist, der ihr die mysteriösen Blumengrüße schickt?
Loretta verabredet sich mit ihm zur Motivjagd auf einem alten Friedhof und findet ihn im Kerzenschein liegend im Mausoleum, leider mausetot. Schon wieder eine Leiche in Lorettas Umfeld – auch Kommissarin Küpper ist nicht begeistert. Aber wenigstens haben die sympathische Astrologin Stella Albrecht und ihre verdrehte wahrsagende Tante mit ihren Vorhersagen irgendwie doch recht gehabt. Loretta hält sich diesmal aus den Ermittlungen raus – bis Pascals Auto von der Straße gedrängt wird und sie erkennen muss, dass ihr Rosenkavalier ein verrückter Stalker ist, der auch über Leichen geht, um seine Angebetete ganz für sich zu haben.

Rezension
Loretta hat Liebeskummer. Das Einzige was da hilft ist Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung. Das Gute ist, dass sie an der Sexhotline auch nachts arbeiten kann - damit ist das Problem des Nachts-wach-liegen-und-grübeln schon mal beseitigt. Und als sie von einer lieben Freundin eine Kamera geliehen bekommt, ist sie auch tagsüber beschäftigt - fotografieren macht echt Spaß.

Ganz nebenbei lernt sie bei ihrem neuen Hobby auch noch nette Leute kennen.... nett und gutaussehend.... dieser Stefan scheint wirklich ... mmmm. Nur schade, das Loretta bei ihrer ersten Verabredung nur auf seine Leiche trifft. Das kann doch nicht wahr sein - andauernd pflastern Leichen ihren Weg - aber dieses Mal nimmt sie sich fest vor sich rauszuhalten.

Stattdessen wundert sie sich über die Blumengrüße, die sie andauernd erhält. Von Pascal sind sie nicht... und von Stefan können sie ja nun auch nicht sein... mmmm... wer will ihr denn da was damit sagen? Zunächst sieht das Ganze ja noch nett aus, aber dann...

Fazit
Dieses ist der neunte Teil um Loretta Luchs aus der Feder von Lotte Minck und natürlich war ich wieder dabei. Witzig-spritzige Krimödie mit eingebautem Ruhrpottslang - das ist ja was für mich.

Mausetot im Mausoleum kommt allerdings etwas... düsterer daher - Liebeskummer ist ja nun auch kein Grund zum Feiern. Im Ganzen war die Geschichte ganz schön spannend - ja richtig packend prickelnd - praktisch zum Nägelkauen geeignet. Ich habe sogar ausnahmsweise Nachts mal das Licht angeknipst und weiter gelesen - ich musste einfach wissen, wie es weitergeht und wenn man eh schon mal wach ist... ;0)

Lorettas Freundeskreis spielt dieses Mal eher eine untergeordnete Rolle, dafür lernt man jemanden Neues kennen und zwar Stella Albrecht - eine Astrologin, deren Großmutter als Madame Pythia arbeitet - ihres Zeichens Wahrsagerin. Und am Ende dieses Buches gibt es eine Leseprobe vom neuen Roman von Frau Minck mit dem Titel: Planetenpolka - Eine Ruhrpott-Krimödie mit Stella Albrecht. Es gibt also wohl eine neue Reihe und die Probe liest sich schon mal klasse ;0)

Mir gefällt die Schreibe einfach richtig gut und Loretta & Friends habe ich ganz fest in mein Herz geschlossen. Man kann dieses Buch natürlich auch ohne Kenntnis der anderen lesen, aber... neee, das wäre echt schade, wenn man die anderen Teile dann verpassen würde. Also meine beiden Daumen sind oben für die komplette Reihe!

Reihenfolge
1. Radieschen von unten
2. Einer gib den Löffel ab
3. An der Mordseeküste
4. Wenn der Postmann nicht mal klingelt
5. Tote Hippe an der Strippe
6. Cool im Pool
7. Die Jutta saugt nicht mehr
8. Voll von der Rolle
9. Mausetot im Mausoleum

Viele Grüße von der Numi

Montag, 27. November 2017

Rezension: Mr. Holmes


Erscheinungsdatum: 22.04.2016
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: ca. 104 Min.
Bildformat:
2,35:1
Ton: Deutsch, Englisch: DTS-HDMA 5.1


Synopsis 
England 1947: Der berühmte Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Ian McKellen) ist mittlerweile 93 Jahre alt. Mit seiner neuen Haushälterin Mrs. Munro (Laura Linney) und deren elfjährigem Sohn Roger (Milo Parker) lebt er zurückgezogen auf seinem Landsitz in Sussex und kümmert sich um seine Bienen. Seine ehemaligen Freunde und Weggefährten sind längst tot. Beunruhigt stellt das einstige Mastermind fest, dass ihn sein legendäres Gedächtnis langsam aber sicher im Stich lässt. Vor allem plagt ihn, dass er sich nicht mehr an den Fall erinnern kann, der ihn vor 30 Jahren dazu brachte, sich aus dem Detektivgeschäft zurückzuziehen. Er weiß nur noch, dass es um eine schöne Frau ging. Mehr und mehr gelangt Holmes zu der Überzeugung, dass er unbedingt herausfinden muss, was damals wirklich passiert ist. Und so macht Sherlock Holmes sich auf, seinen letzten großen Fall zu lösen.

Rezension
Bereits vor vielen Jahren hat sich der Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Ian McKellen) zur Ruhe gesetzt auf seinem Landsitz in Sussex. Versorgt wird er dort von seiner Haushälterin Mrs. Munro (Laura Linney) und ihrem 11jährigem Sohn Roger (Milo Parker) - ein aufgeweckter, intelligenter Junge. 

Holmes selber umsorgt hingebungsvoll seine Bienen. Doch er muss sich noch um eine andere Sache kümmern - um seinen letzten Fall. An den Grund, warum er sich zurückgezogen hatte. Er kann sich einfach nicht mehr daran erinnern - sein Gedächtnis lässt ihn immer öfter im Stich und das Alter macht sich mehr und mehr bemerkbar. Seine alten Weggefährten sind bereits alle gegangen. Nur er ist noch geblieben. Was war damals passiert? Es ging doch um eine Frau? Um eine schöne Frau..., aber...

Fazit
Nur aus Zufall bin ich über diesen Film gestolpert. Mr. Holmes... ist damit etwa Sherlock Holmes gemeint? - Ja, ist es. Kann mal ja mal reinschauen. Und? Manchmal hat man richtig Glück ;0)


Ian McKellen - bekannt als Gandalf aus der Herr-der-Ringe-Trilogie oder als Magneto von den X-Men - brilliert hier als Sherlock Holmes - großartig dieses Schauspiel und ja, die 93 Jahre nimmt man ihm ab. Dazu kommt das Zusammenspiel mit Milo Parker (Die Insel der besonderen Kinder) und das war einfach grandios. Wenn die beiden Schauspieler auch über 60 Jahre trennen, passen sie hervorragend zusammen. Ich würde sagen, ihr Zusammenspiel ist einfach... humorvoll, berührend, herzerwärmend .... genial.


Der lang zurückliegende Fall, um den es hier geht, wird in Rückblicken erzählt und ja, auch die 30 Jahre jüngere Version kauft man Ian McKellen kompromisslos ab. Stück für Stück kommt man zusammen mit Holmes auf die Spur dessen, was ihn damals zu seinem Rücktritt bewogen hat. Spannend und einfühlsam erzählt.


Der Film hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich möchte ihn Euch weiterempfehlen: absolut sehenswert!

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 26. November 2017

Rezension: Der Drink des Mörders

von Miriam Rademacher, erschienen im Carpathia Verlag.


Erschienen am 14. Oktober 2017
Taschenbuch
333 Seiten
ISBN 978-3-94370-9209

Beschreibung laut Buchrücken
Ein vergifteter Lakritzfabrikant ist ungefähr das Letzte, das sich Colin Duffot für seinen Job als Vertretungstanzlehrer auf einem Kreuzfahrtschiff gewünscht hat. Doch sein Ruf als Hobby-Profiler ist ihm ohnehin schon vorausgeeilt – warum also nicht zum dritten Mal in einem Mordfall ermitteln?
Während er die Passagiere des Schiffs innerhalb und außerhalb seiner Tanzstunden ins Visier nimmt, begeben sich seine Mitstreiter, Pfarrer Jasper und Krankenschwester Norma, in der schottischen Heimat des Ermordeten auf Spurensuche.

Rezension
Acht Tage als Vertretungstanzlehrer einspringen und das auch noch auf einem Kreuzfahrtschiff. Wie sollte Colin Duffot denn dazu 'Nein' sagen? Womit er allerdings nicht gerechnet hat, ist ein Toter und das direkt am ersten Abend an Bord. Doch dieses Mal kann er sich nicht klammheimlich umsehen um eventuell herauszufinden, wer eventuell der Täter sein könnte. Nein - sein Ruf ist ihm vorausgeeilt und alle beobachten ihn gespannt bei seinem Treiben.

Seine daheimgebliebenen Freunde - Pfarrer Jasper und Norma - können es indes gar nicht glauben, das Colin ohne sie in einem Mordfall ermitteln soll. So geht es ja mal nicht. Also machen sich die Beiden in Richtung Schottland auf dem Weg um im Heimatort des Toten an Informationen zu kommen.

Wird es den dreien gelingen den Mörder zu finden? Und wird es dem Mörder gefallen, dass Colin auf der Suche nach ihm ist? Wohl kaum....

Fazit
Der dritte Teil um Colin Duffot und seine Freunde und ich war natürlich wieder dabei.

Das sympathische Ermittlertrio wächst einem ja vom ersten Teil an ganz schnell ans Herz. Das ändert sich auch im dritten Teil nicht. Die Schreibweise von Frau Rademacher ist fluffig leicht, die Szenerie gut beschrieben und so steht dem Lesevergnügen eigentlich nichts entgegen.

Ich muss allerdings zugeben, dass mir dieser Teil nicht ganz so gut gefallen hat, wie die beiden anderen. Weniger spannend... eine für mich weniger ansprechende Geschichte... Colins Freundin ist auch dieses Mal .... eher entbehrlich.... mmm.... ja....

Mein Fazit lautet: der dritte Teil fällt zu den beiden Anderen etwas ab. Ich hoffe einfach mal, dass der Vierte wieder richtig spannend wird und dass es sich dort vielleicht auch weiterentwickelt mit Norma und.... *flöt* nee, nee - ich verrate nichts, aber auch in Schottland gibt es nette Männer ... ;0)

Reihenfolge
Der Tanz des Mörders
Die Farben des Mörders
Der Drink des Mörders
 
Viele Grüße von der Numi 

Samstag, 4. November 2017

Rezension: Besondere Umstände

Der zweite Fall von Schnyder&Meier


Neu überarbeitet erschienen im Mai 2017
Taschenbuch
528 Seiten
ISBN 978-3-7439- 0366-1

Beschreibung laut Buchrücken
„Ich schwöre euch, jede dieser Frauen, so nett sie eigentlich ist, würde für ihre Kinder töten. Nun stellt euch eine Frau vor, die kein Kind hat, aber unbedingt eines will, bereit, jeden Preis zu bezahlen.“

Nach einem Gewitter kommen sieben Babys zur Welt. Eines wird entführt – Zita Schnyder und Werner Meyer, selbst frischgebackene Eltern, ermitteln in dieser emotionalen Geschichte um Mutterliebe und Unfruchtbarkeit, um illegale Adoptionen und gekauftes Glück.


Rezension
Eigentlich kann Werner Meyer im Moment gar keinen neuen Fall gebrauchen. Er wartet sehnsüchtig darauf, dass seine Freundin Zita Schneyder ihr gemeinsames Baby zur Welt bringt. Doch die Tote ist keine Unbekannte für ihn und er fühlt sich schon fast... verpflichtet ihrer Mörder zu finden.





Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Die Stadt, die unter einer Hitzewelle leidet, wird von einem Gewitter heimgesucht und anscheinend wirkt sich das unwahrscheinlich geburtsfördernd aus. Nicht nur bei Zita setzen die Wehen ein, nein, auch bei etlichen ihrer MamYoga-Freundinnen ist es soweit. Aber was zunächst ein wundervoller Kindersegen ist, wird schon bald zu einer Grausamkeit, denn eines der Neugeborenen wird aus dem Säuglingszimmer entführt.

Panik, Angst, unvorstellbares Leid - alle stehen vor einem Rätsel. Keine Lösegeldforderung. Wer hat das Baby gestohlen und aus welchem Grund? Meyer fühlt sich befangen, doch Zita will unbedingt, dass er sich um diesen Fall kümmert. Wo kann man ansetzen? Würde jemand tatsächlich aus einem.... Kinderwunsch heraus ein fremdes Baby stehlen? Eine Adoption ist schließlich kein Spaziergang...

Wird man das Baby finden? Lebend? Die Zeit rennt den Ermittlern davon....



Fazit
Vorab: Dieses Buch wirft in mir wieder dieses eine Frage auf: Wie viele richtig, richtig gute Bücher gehen an mir vorbei? Vielleicht weil der Autor mir nicht bekannt ist, mir das Cover nicht zusagt, ich einfach nicht auf dieses Buch aufmerksam werde... Ganz ehrlich, eine fast schon gruselige Vorstellung. Aber in diesem Fall habe ich einfach mal Glück gehabt! Eine Anfrage, ob ich das Buch lesen möchte, ein Blick auf den Buchrückentext, auf das Cover und "ja, warum nicht. hört sich gut an".

'Besondere Umstände' ist der zweite Teil Fall für Schnyder & Meyer - das stört aber überhaupt nicht. Auch ohne Vorwissen kommt man sehr gut in die Geschichte hinein. Sie spielt in der Schweiz - dort ist ein Fahrrad ein Velo und auch wenn ich nicht genau weiß, was ein Ausruf wie 'Hueregopfertamisiech namal' heißt, kann ich es mir ungefähr denken ;0)

Die Schreibart von Frau Kasperski lässt sich sehr gut lesen. Vor meinem inneren Auge sind die Charaktere und die Umgebung auferstanden. Ich selber habe keine Kinder, aber die stimmige Erzählung hat mir einen Einblick in das Gefühlsleben von Müttern, von Vätern und auch in Menschen gegeben, denen es nicht möglich ist, selber Kinder zu bekommen, aber den überwältigen Wunsch dazu verspüren.

Was ich damit sagen möchte, die Geschichte bewegt und klingt auch noch nach. Sie ist spannend... sogar aufwühlend... So ein Thema aus verschiedenen Blickwinkel zu betrachten... das beschäftigt. Auch wenn mir Zita mit ihrer Art nicht wirklich ... angenehm ist ... vielleicht lag es ja an den Schwangerschaftshormone.... bin ich von dem Buch ganz begeistert.

Auf jeden Fall möchte ich mir den ersten Teil auch ansehen und wenn er hält, was ich mir erhoffe, habe ich eine neue Serie auf meiner Liste! Also meine Empfehlung zu diesem Buch habt Ihr zu 100 Prozent.

Reihenfolge
Die gefallene Schneekönigin
Besondere Umstände
Sicht Unsichtbar

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 2. November 2017

Rezension: Pirates of the Caribbean

Salazars Rache


Erscheinungsdatum: 05.10.17
@ 2017 Disney
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 129 Min.
Bildformat:
2,40:1 / 16:9Deutsch: DTS-HDHR 5.1, Englisch: DTS-HDMA 7.1, Italienisch: DTS Digital Surround 5.1
Anzahl Discs: 1

Synopsis
Als der grausame Captain Salazar (Javier Bardem) mit seiner untoten Besatzung aus dem Teufelsdreieck entkommt, sinnt er auf Rache und schwört, alle noch lebenden Piraten auf See zu töten – allen voran Captain Jack Sparrow (Johnny Depp). Ein episches Abenteuer voller Humor, Spannung und beeindruckender Spezialeffekt.  

Rezension
Nach schier endlosen Jahren entkommen Captain Salazar und seine Mannschaft dem Teufelsdreieck, indem sie so lange Zeit gefangen waren. Rache ist das Einzige, was jetzt noch zählt. Rache an allen Piraten, die es noch auf der Welt gibt. An allen - speziell jedoch an Captain Jack Sparrow!


Fazit
Dieses ist der fünfte Teil um den verwegenen Piraten Captain Jack Sparrow. Teil 1 war herausragend grandios, Teil 2 und 3 waren klasse, Teil 4 war.... hüstel.... eher ... nicht so mein Fall. Von daher dachte ich, dass die Geschichte halt ihren Zenit überschritten hätte - das kommt ja ab und an mal vor. Dementsprechend war ich nun beim fünften Teil eher skeptisch, aber was soll ich sagen?.... Er schließt nahtlos an Teil 2 und 3 an, d.h. er ist klasse!


Die Geschichten beinhalten alles, was eine rasante, actiongeladene Piratenstory so braucht: Schätze, Flüche, Gold, einen Hauch Liebe, Leidenschaft, den fliegenden Holländer, einen Kraken - Ihr wisst schon: 15 Mann auf des Toten Manns Kiste - Joho und ne Buddel voll Rum ;0)


Das Ganze kommt bildgewaltig und absolut humorvoll daher - also nicht dass Ihr jetzt ... Mantel- und Degenkram erwartet. Nein, Disney hat für diese Reihe in die Megatrickkiste gegriffen und auch an ... Berühmtheiten wurde nicht gespart - ja, Jack hat eine... elitäre Verwandtschaft *hihi*.


Ich würde Euch ja am liebsten alles Mögliche verraten, aber neeeee spoilern darf man nicht - auch wenn es dieses Mal richtig, richtig schwer fällt *beiss auf die Lippe* - das ist auf jeden Fall der Grund, warum meine Beschreibung so megakurz ausfällt.

Ich kann Euch die Filme auf jeden Fall nur wärmstens ans Herz legen - Action, Abenteuer, Humor - dass alles wird geboten (auch wenn der vierte Teil schwächelt). Einfach herrlich!

Reihenfolge
Fluch der Karibik
Fluch der Karibik 2
Am Ende der Welt
Fremde Gezeiten
Salazars Rache

Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 31. Oktober 2017

Rezension: Canterbury Rock

von Gitta Edelmann, erschienen bei Dryas.


Erschienen im September 2017
Taschenbuch
256 Seiten
ISBN: 978-3-940258-74-8

Inhalt laut Buchrücken
Eigentlich könnte alles so schön sein: Endlich haben die Liebesroman-Autorin Ella Martin und Detective Inspector Alex Drake sich gefunden. Doch Hobby-Detektivin Ella kommt nicht zur Ruhe, denn ein anonymer Anrufer bedroht Alex. Der scheint das aber nicht ernst zu nehmen, auch nicht als eine schwarz gekleidete Gestalt ihr Haus beobachtet! Natürlich muss Ella der Sache nachgehen, schließlich hat sie zunehmend das Gefühl, dass Alex ihr aus seiner Vergangenheit mehr verschweigt als nur Details über eine frühere Liebesgeschichte.
Was ist damals wirklich in London geschehen? Und was hat das mit dem Toten zu tun, der jetzt hier gefunden wurde? Ist Alex Drake tatsächlich in Gefahr – oder gar Ella selbst?

Rezension
"Sag dem Schwein, ich kriege ihn! Der Tod wird mit dem Tod bestraft!" Ein Anruf mit diesem Wortlaut lässt das Herz doch direkt höher schlagen. Zumindestens das von Schriftstellerin Ella Martin. Doch ihren Freund - Detective Inspector Alex Drake - scheinen die Anrufe vollkommen kaltzulassen.

Wer könnte der Anrufer sein? Warum immer der gleiche Wortlaut? Welcher Tod wird bestraft? Ella macht sich Sorgen, aber mit Alex kann sie darüber nicht reden. Als dann noch ein Mann ihr Haus beobachtet - ganz in schwarz gekleidet mit einem vermummten Gesicht, will Ella die Wahrheit wissen. Sie muss heraus bekommen, was da vor sich geht...

Fazit
Dies hier ist der vierte Band um die Autorin Ella Martin. Obwohl sie eigentlich Liebesromane schreibt, stolpert sie doch andauernd über Tod, Mord und sonstiges - und das ist gut so .... zumindestens für mich ;0)

Die Schreibweise von Gitta Edelmann ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Durch die kurzen Kapitel - in diesem Band sind es 43 - ist man immer wieder animiert nur noch kurz schnell das nächste Kapitel auch noch zu lesen - Ihr kennt das bestimmt. Und obwohl dieser Teil nicht ganz so spannend ist, wie der letzte, ist er doch kurzweilig.

Ich mag an Serien ja, dass man immer wieder auf 'alte Bekannte' trifft. Das ist hier auch der Fall, allerdings treten sie eher am Rande auf. Dafür lernt man jemanden aus Ellas Vergangenheit besser kennen, der bisher nur mal zwischendurch erwähnt wurde - das hat mir auch gefallen.

Nun hoffe ich, dass es weiter geht und der nächste Band darf dann ruhig wieder richtig spannend sein ;0)

Reihenfolge
Canterbury Requiem
Canterbury Serenade
Canterbury Blues
Canterbury Rock

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 21. Oktober 2017

Rezension: Ostfriesenkiller


Veröffentlichung: 22.09.2017
Pandastorm (Edel)
FSK: ab 12
Laufzeit: 89 Min.
Sprache: Deutsch DD 2.0

Synopsis


Eine Serie von Mordfällen erschüttert Ostfriesland. Die mit äußerster Brutalität getöteten Opfer führen Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen und ihre Kollegen Weller und Rupert zum Regenbogenverein, der sich um behinderte Menschen kümmert. Die Nerven der Mitarbeiter liegen blank, als ein weiterer Mord geschieht. Für Ann Kathrin Klaasen wird dieser Fall zu einer großen beruflichen wie menschlichen Bewährungsprobe.

Rezension
Mitten im dicksten Ehekrach wird Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen an einen Tatort gerufen. Ulf Speicher, der Leiter des Regenbogenvereins, der behinderte Menschen betreut, wurde nach einem One-Night-Stand ermordet. Klaasen macht sich mit ihren Kollegen Weller und Rupert an die Arbeit.

Zunächst ist noch unklar, wer ein Motiv haben könnte, um Speicher zu töten. Aber schon bald gibt es ein weiteres Opfer und obwohl alle Spuren in eine Richtung zeigen, ist sich Klaasen sicher, dass mehr dahinter steckt...

Fazit
Vollkommen unbedarft habe ich mir diesen Film angesehen. Ja, ich weiß, es gibt eine ganze Reihe Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf, aber - obwohl ich ja ein ausgesprochener Krimiserienleser bin, - habe ich aus dieser Klaasen-Reihe noch nicht ein einziges gelesen und es gibt mittlerweile schon 11 Bände. Fragt mich nicht, warum das so ist - ich habe keine Ahnung.


Nun aber zum Film. Ich gebe zu: ich bin überrascht. Ganz ehrlich, er ist so düster, stimmungsvoll, atmosphärisch und auch spannend, dass er eigentlich schon fast skandinavisch sein müsste. Seit wann werden in Deutschland solche Filme produziert? Und gibt es da noch mehr von?


Eigentlich erinnert nur der ein oder andere Schauspieler daran, dass es kein z.B. schwedischer Krimi ist. Christiane Paul (Die Welle, Neues vom Wixxer) spielt hier Ann Kathrin Klaasen - hervorragend, ungeschminkt, mit viel Intuition. Svenja Jung spielt eine junge behinderte Frau aus den Reihen des Regenbogenvereins - klasse. Selbst Peter Heinrich Brix (Großstadtrevier, Neues aus Büttenwarder) als Kripochef und Marzipanliebhaber Ubbo Heide passt einfach.


Übrigens hat der Autor Klaus-Peter Wolf einen Cameo-Auftritt und im Gegensatz zu Alfred Hitchcock, den ich immer verpasse, habe ich Herrn Wolf erkannt - ha ;0)

Also mir hat dieser Krimi gefallen - davon können gerne noch mehr Teile verfilmt werden!

Viele Grüße von der Numi

Freitag, 20. Oktober 2017

Rezension: Mordsleben

von Ulrike Busch, erschienen bei Klarant.


Erschienen am 11. Juli 2017
Taschenbuch
188 Seiten
ISBN 9783955736569

Beschreibung laut Buchrücken
Mit der ostfriesischen Ruhe ist es in Greetsiel vorbei: Die norddeutsche Schauspielerin Leonie Altinga kehrt in ihre Heimat zurück und eines Abends werden Schüsse auf sie abgegeben. Sie bleibt unverletzt, aber bald darauf werden mehrere Bürger des idyllischen Fischerdorfes zum Ziel weiterer perfider Anschläge. Bei allen beteiligten Personen finden sich Verbindungen zu Leonies Leben. Doch wer ist hier Opfer, wer ist Täter? Vor vielen Jahren hatte Leonie in Greetsiel ihre Tochter und ihren Mann verloren. Führt sie in Wahrheit einen brutalen Rachefeldzug, und die Schüsse auf sie waren nur inszeniert? Die Ermittler Tammo Anders und Fenna Stern stehen vor einem mysteriösen Fall, und das mörderische Spiel in Ostfriesland scheint kein Ende zu nehmen…

Rezension
Die berühmte Schauspielerin Leonie Altinga hat sich in ihrer alten Heimat Greetsiel zur Ruhe gesetzt. Filme sind gedreht, das Leben mit allen Höhen und Tiefen gelebt, ihre Memoiren sind geschrieben und nun soll der Lebensabend genossen werden. Was ihr allerdings schwer fällt, nachdem auf sie geschossen wird...

Die Ermittler Tammo Anders und Fenna Stern machen sich an die Arbeit. Und es bleibt nicht bei dieser einen Tat. Aber wer könnte ein Motiv haben? Waren es Warnschüsse oder sollte Leonie tatsächlich getötet werden? Könnte der Grund in ihrer Vergangenheit liegen? Und wenn er dort liegt... wer ist dann Opfer und wer Täter? Denn auch Leonie wurde in der Vergangenheit übel mitgespielt. Könnte es sich um einen Rachefeldzug handeln...?

Fazit
Das hier ist der dritte Teil um das Ermittlerduo Anders und Stern und was soll ich sagen? Einfach klasse!

Über den Schreibstil von Frau Busch habe ich mich ja schon ausgelassen. Er ist und bleibt einfach fluffig leicht zu lesen. Die einzelnen Charaktere wachsen einem unwahrscheinlich schnell ans Herz - egal ob Tammo, Fenna, Onkel Frido oder Schnauzermischling Buddy - ein Wiedersehen bzw. -lesen ist immer schön.

Die Krimigeschichte selber ist spannend, gut durchdacht, ausgefeilt und lädt zum Miträtseln ein. Wobei man als Leser wirklich ständig hin- und hergerissen ist. Jedes Mal, wenn man meint auf der richtigen Spur zu sein, entpuppt sich eine andere Möglichkeit als viel wahrscheinlicher. Ja - als Ermittler wäre ich eine echte Granate *kicher* - nein ehrlich: das überlasse ich lieber Fachleuten - ich bin ständig auf der falschen Spur.

Aber zurück zum Buch. Mir gefällt die Reihe um Tammo und Fenna richtig, richtig gut und ich kann sie Euch nur empfehlen. Für Leser, die es gerne unbrutal und unblutig, dafür aber spannend mit einem Schuss Humor mögen, ist das hier eine tolle Serie!

Reihenfolge
1. Tod am Deich
2. Mordskuss 

3. Mordsleben 

Viele Grüße von der Numi

Montag, 16. Oktober 2017

Rezension: So sind sie, die Isländer

erschienen im Reise Know-How Verlag.


Erschienen im September 2017
108 Seiten
ISBN: 978-3-8317-2875-6


Beschreibung laut Verlag
Geben wir es ruhig zu: Die Isländer sind manchmal seltsam. Sie essen seltsame Dinge. Sie benehmen sich seltsam. Sie sind mal zu steif und mal ein bisschen zu locker. Sie lachen über Dinge, die nicht lustig sind.
Die Fremdenversteher liefern Antworten: Knapp, bissig und voller überraschender Einsichten. Am Ende ist klar: So sind sie eben, die Isländer!
Die Fremdenversteher über die Isländer: „Der typische Isländer ist ruhig und zurückhaltend im Beisein von Fremden. Bei einer Besprechung ist er derjenige, der nichts sagt und erstaunt ist über die Leute, die Fragen stellen. Besonderes Erstaunen gilt Leuten wie den Amerikanern, die imstande sind, eine Stunde lang über ein bestimmtes Thema zu reden – oder zwei, wenn sie tatsächlich etwas von dem Thema verstehen.“
Die Fremdenversteher: Die Reihe, die kulturelle Unterschiede unterhaltsam macht. Mit trockenem englischen Humor, Mut zur Lücke, einem lockeren Umgang mit der politischen Korrektheit – aber immer: feinsinnig und auf den Punkt. Die Fremdenversteher sind die deutsche Ausgabe der Xenophobe’s® Guides – bei Reise Know-How.
Die Fremdenversteher: Empfohlen bei leichter bis mittelschwerer Xenophobie!

Rezension
Wie sind denn eigentlich die Isländer?
Genau diese Frage beantwortet dieses Buch in vielen unterschiedlichen Bereichen. Dabei werden folgende Themen beleuchtet:
Nationalgefühl & Identität, Charakter, Haltungen & Werte, Obsessionen, Verhalten, Manieren & Etikette, Freizeit & Vergnügen, Konversation & Gestik, Systeme, Sinn für Humor, Kultur, Essen & Trinken, Gesundheit, Regierung & Bürokratie, Geschäftsleben, Bräuche & Traditionen, Sprache & Ideen.
Es handelt sich hier also nicht um den normalen Reiseführer, der Tipps gibt, was man sich alles anschauen sollte und was man auf keinen Fall verpassen darf. Nein, hier bekommt man wirklich einen Eindruck vom Land und vor allen Dingen von den Leuten, die dort leben.

Fazit
Das erste Mal sind mir 'die Isländer' aufgefallen bei diesem Fußballgedönse. (Ja, ja - ich habe da absolut keine Ahnung von.) Fans die ausgelassen feiern und das sogar mit den Fans anderer Vereine bzw. Länder. Die Fußballer selber hatten alle einen .... richtigen Job - es waren also keine Profis... so etwas gibt es auch??? Island schwamm auf einer Sympathiewelle und ja - selbst mir Nicht-Fußballfan hat das unheimlich gut gefallen!

Kurz darauf las ich einen Artikel über eine Baumaßnahme in Island, die gestoppt und umgeändert wurde, weil der ursprüngliche Plan eine Gegend zerstört hätte, in dem verborgendes Volk (Huldefólk) wohnt - also zum Beispiel Elfen, Trolle oder Zwerge. Und jetzt mal ehrlich? Wer findet so etwas nicht einfach nur absolut fantastisch?

Lange Rede, kurzer Sinn - natürlich wollte ich unbedingt einen Blick in dieses Buch werfen, als ich es sah und ja, es hat sich gelohnt. In humorvoll, spritziger - manchmal auch bißchen bissiger - Weise wird dem Leser ein Blick auf die Bevölkerung von Island gewährt - ja auch ein wenig auf das Huldefólk.

Leider war ich selber noch nie dort - von daher kann ich natürlich nicht beurteilen, ob das alles so stimmt. Aber was ich sagen kann: es war ein kurzweiliges, interessantes Vergnügen sich durch die Seiten dieses Buches zu blättern und ja, ich würde mir das wirklich gerne mal alles mit eigenen Augen ansehen - jetzt kenn ich mich ja auch ;0)

Übrigens gibt es aus der Reihe 'So sind sie, die....' auch Japaner, Polen, Italiener, Amerikaner, Engländer, Franzosen, Schweden, Niederländer und Österreicher. Die Deutschen gibt es ... noch... nicht - da würde mich mal interessieren, wo wir überall unser Fett wegbekommen würden...! :0D

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Agatha Christie - Mörderische Spiele

Collection 2


Erscheinungsdatum: 25.08.17
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 368 Min. (4x 92 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 2

Synopsis
Agatha Christies "Mörderische Spiele" sind in der farbenfrohen und glamourösen Welt der 1950er angesiedelt. Kommissar Laurence ermittelt gewohnt unausstehlich, aber schlicht brillant, und die junge Journalistin Alice Avril tut alles, um eine Schlagzeile zu erhalten. Die überzeugte Feministin scheut dabei keine Auseinandersetzungen mit Laurence. Doch der Kommissar kann sich immer auf seine treue Assistentin Marlène verlassen - ein hinreißendes Ebenbild von Marilyn Monroe.
 

Rezension
Kommissar Laurence hat wieder einige knifflige Fälle zu lösen und dieses Mal machen ihm nicht nur die Verbrecher Ärger, nein, zwischendurch hat ihn sogar ein ... 'Kollege' von der 'Internen' auf dem Kiecker. Aber im Gegensatz zu seinem Augenlicht, welches ihn kurzfristig im Stich lässt, kann er sich auf 'seine' beiden Damen verlassen. Sowohl seine Assistentin Marlène als auch die Reporterin Alice Avril greifen beherzt ein, um die Verbrecher dingfest zu machen.

Verfilmt wurden hier vier weitere Agatha-Christie-Geschichten und zwar
'Mit offenen Karten', 'Die Schneewittchen-Party' hier unter dem Titel 'Mord beim Schulfest', 'Mord auf dem Golfplatz' hier unter 'Verbrechen lohnt sich nicht' und 'Das Sterben in Wychwood' als Vorlage für 'Einfach Mord?'

Fazit
Vielleicht, aber wirklich nur vielleicht, war ja die erste Folge von Collection 1 etwas... gewöhnungsbedürftig... Aber auch wirklich nur deshalb, weil diese Serie anders ist, als die bisherigen Agatha-Christie-Verfilmungen. Und mit anders meine ich definitiv nicht schlechter. Im Gegenteil. Mir gefällt diese neue Reihe so richtig gut!


Die Rollen sind absolut passend besetzt: Samuel Labarthe als souveräner, cooler ein wenig an James Bond erinnernder Kommissar Laurence, Blandine Bellavoir als toughe, etwas vorlaute Journalistin Alice Avril und Élodie Frenck als treue, naiv-clevere Marlène Leroy harmonieren hervorragend miteinander.


Spritzig, witzig und mit jeder Menge Spannung ist hier eine Neuverfilmung der Agathe-Christie-Klassiker gelungen - da kommt wirklich keine Langeweile auf. Auch dann nicht, wenn man das Grundgerüst, also die Bücher, bereits kennt - das stört überhaupt nicht.


Also meine Empfehlung habt ihr - beide Daumen sind oben und worüber ich mich besonders freue: Collection 3 erscheint schon Ende diesen Monats :0D

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Rezension: What the health

Wie Konzerne uns krank machen und warum niemand was dagegen unternimmt


Erschienen am 29.09.2017
Label: Polyband
FSK: ab 12
Lauflänge: ca. 88 Minuten

Synopsis
Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Krebs – diese Zivilisationskrankheiten kommen nicht von ungefähr. Aber es ist nicht ein einzelner Faktor, der für eine Erkrankung verantwortlich ist, sondern das Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren, dem individuellen Lebensstil – und somit auch der Ernährung!

Die Macher des preisgekrönten Dokumentarfilms COWSPIRACY konfrontieren Vertreter der Gesundheitsorganisationen und Pharmaindustrie mit unbequemen Fakten und Fragen: Warum wollen uns Konzerne scheinbar systematisch krank machen und wieso unternimmt niemand was dagegen? WHAT THE HEALTH ist ein Film, der Ihnen die Augen öffnen wird - und mögliche Alternativen aufzeigt!

 

Rezension
Kip Andersen und Keegan Kuhn - Produzenten dieses Films - hinterfragen so einiges. Warum leiden so viele Menschen an Fettleibigkeit (Adipositas)? Warum sind so viele Menschen zuckerkrank (Diabetes)? Wieso gibt es so viele Herzkranke? Warum so viele mit einem zu hohen Blutdruck?

Und was haben diese Erkrankungen mit unserer Ernährung zu tun?



Wie wirkt sich Zucker auf uns aus? Wie sieht es mit dem Fleischkonsum aus? Und vor allen Dingen: wie sieht es mit der Qualität unserer Lebensmittel aus? Was ist drin - wie sieht die Herstellung aus - wie sehen die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus aus - und (für mich unvorstellbar gruselig) - wie gehen wir mit den Tieren um, die wir anschließend essen...


Zig Fragen auf die Antworten gesucht und für die hier gezeigten Leute auch gefunden wurden...

Fazit
Ernährung ist für mich schon einige Zeit eine große Frage. Mittlerweile ernähre ich mich seit über zweieinhalb Jahren nach Paleo und komme damit sehr gut zurecht. Obwohl ich mittlerweile an einem Punkt angelangt bin, an dem ich die ein oder andere Sache eventuell noch anpassen möchte. Von daher sind mir Ernährungsinformationen natürlich sehr willkommen - also nix wie ran an den Film ;0)

Für mich war der Film im Großen und Ganzen informativ. Er regt sehr zum Denken an - für mich ist z.B. der Umgang mit dem.... 'Schlachtvieh' sehr aufwühlend gewesen - ich wähle den Begriff Schlachtvieh, weil die Tiere mehr als schlecht behandelt werden... sehr, sehr schlecht.... abartig wäre da ein passenderer Begriff...

Einiges war mir neu, einiges bekannt, zu einigem habe ich eventuell eine leicht andere Ansicht. Und manches war überzogen - also, das langjährig schwerkranke Patienten, die nach der Umstellung auf die vegane Ernährung nach 14 Tagen (!) ihre Krücken hinfort werfen und wieder laufen können - nee quatsch - aber ihre Tabletten einfach absetzen, weil sie nun wieder gesund sind.... das war eher unglaubwürdig und bestimmt auch nicht wirklich gesund...


Abgesehen davon war der Film definitiv interessant und informativ. Wer sich Gedanken macht über das, was er isst oder nicht isst, sollte einfach mal einen Blick riskieren. Vegan wird nicht mein Weg sein, aber... es gibt sooooooo viele Alternativen. Da schadet schlau machen ja definitiv nicht ;0)

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 8. Oktober 2017

Rezension: Gold

Gier hat eine neue Farbe


Label: STUDIOCANAL
Genre: Abenteuer, Drama, Thriller
Produktionsjahr: 2016
Produktionsland: USA
FSK 12
Lauflänge: ca. 121 Minuten

Eine kühne Idee, ein unglaubliches Abenteuer, ein riesiger Skandal und ein brutaler Absturz: Der Kleinkriminelle Kenny Wells (Matthew McConaughey) giert nach Gold und nach dem großen Durchbruch. Als er auf den zwielichtigen Geologen Michael Acosta (Édgar Ramírez) trifft, starten sie ein waghalsiges Abenteuer. In den unerforschten Tiefen des Dschungels von Indonesien machen sie sich auf die Suche nach Gold. Was sie dort finden versetzt die Börsenwelt in Aufruhr und bringt ihnen den erhofften Reichtum, doch was steckt wirklich dahinter…

Rezension
Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Kenny Wells dessen Bergbaufirma, die sich dem Abbau von Bodenschätzen verschrieben hat. Doch Kenny fehlt es leider an dem Talenten seines Vaters.

Sieben Jahre später - Kenny ist so gut wie pleite, raucht wie ein Schlot, trinkt mehr als gut ist und seine Frau hat zwei Jobs um sie über Wasser zu halten. Doch einmal will er es noch versuchen - noch ein einziges Mal. So macht er sich mit seinem allerletzten Geld auf den Weg nach Indonesien. Dort trifft er auf den Geologen Michael Acosta und gemeinsam machen sich die Beiden auf die Suche in den Regenwäldern von Indonesien.

Und tatsächlich finden sie eine vielversprechende Stelle und Kenny gelingt es einige Investoren zu finden, die bereit sind Geld zu investieren. Nicht viel, aber es sollte reichen... und tatsächlich scheint es dort wirklich Gold zu geben und zwar viel Gold - richtig viel Gold!

Doch damit verändert sich plötzlich alles - auf einmal möchte jeder einen Anteil an diesem sensationellen Fund haben. Und das mit allen Mitteln....

Fazit
Vorab erst einmal: Für mich ist Matthew McConaughey einer der beiden besten Schauspieler, die es zur Zeit gibt. Von daher ist natürlich ein neuer Film mit ihm ein 'muss' und auch hier spielt er einfach wieder hervorragend! Während er für den  'Dallas Buyers Club' einige Kilos verloren hatte, hat er hier einiges an Gewicht zugelegt und dafür Haare abgelegt *hüstel*- der Mann traut sich wirklich unattraktiv zu sein, was für dieses Genre ja eher selten der Fall ist...


Aber nun zum Film. Wie der Untertitel 'Gier hat eine neue Farbe' schon vermuten lässt, werden hier sämtliche menschlichen ... Unarten beleuchtet. Was macht Gold, Geld, Gier aus den Menschen? Wie weit geht der Einzelnen um etwas vom Kuchen abzubekommen? Und nein, da wird nicht nachgefragt, ob es demjenigen überhaupt zustehen würde.


Auf der anderen Seite stehen natürlich die Dinge im Leben, die wirklich von Bedeutung sind... Liebe zum Beispiel oder Freundschaft... Wie weit kann, darf oder sollte man vertrauen? Und wird dieses Vertrauen dann belohnt oder wird man eventuell eines Besseren belehrt?....


Gedreht wurde der Film in Indonesien, Thailand und den USA - in Thailand zum Beispiel während des Monsuns - d.h. bildgewaltig und nass. Die Geschichte ist an eine wahre Begebenheit angelehnt, aber man sollte sich nicht vorher über das Ende schlau machen, sonst wäre ja die ganze ... Spannung hin.

Vielleicht ist es kein Film, den man unbedingt gucken muss, aber es ist definitiv Einer, den man richtig gut gucken kann. Mir wäre natürlich ein sympathischerer McConaughey lieber gewesen, aber so geht es auch ;0)

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 1. Oktober 2017

Rezension: Verfolgung

von David Lagercrantz, erschienen bei Heyne.


Erschienen am 07.09.2017
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
480 Seiten
ISBN: 978-3-453-27099-2

Beschreibung laut Verlag


Im Frauengefängnis Flodberga herrscht ein strenges Regiment. Alle hören auf das Kommando von Benito Andersson, der unangefochtenen Anführerin der Insassinnen. Lisbeth Salander, die eine kurze Strafe absitzt, versucht tunlichst, den Kontakt zu vermeiden, doch als ihre Zellennachbarin gemobbt wird, geht sie dazwischen und gerät ins Visier von Benitos Gang.
Unterdessen hat Holger Palmgren, Lisbeth Salanders langjähriger Mentor, Unterlagen zutage gefördert, die neues Licht auf Salanders Kindheit und ihren Missbrauch durch die Behörden werfen. Salander bittet Mikael Blomkvist, sie bei der Recherche zu unterstützen. Die Spuren führen sie zu Leo Mannheimer, einem Finanzanalysten aus sehr wohlhabendem Hause. Was hat dieser mit Lisbeth Salanders Vergangenheit zu tun? Und wie soll sie den immer schärfer werdenden Attacken von Benito und ihrer Gang entgehen?


Rezension
Lisbeth Salander muss eine kurze Gefängnisstrafe absitzen - eigentlich auch kein Problem für sie. Allerdings bekommt ihr früherer Betreuer Holger Palmgren ausgerechnet jetzt Unterlagen über Lisbeths Vergangenheit zugespielt. Da sie aber - unter den gegebenen Umständen - über keinen dauerhaften Zugriff auf das Internet verfügt, bittet sie Mikael Blomkvist mit den entsprechenden Recherchen zu beginnen. Das was Mikael zunächst findet, wirkt alles eher harmlos, aber wenn Lisbeth ihn darauf ansetzt.... Und tatsächlich....

Zeitgleich stößt Lisbeth im Gefängnis auf etwas für sie schwer zu ertragendes: Die Anführerin der führenden Gang - Benito Andersson - hat sich auf eine Insassin eingeschossen. Die junge Frau wird bedroht, gemobbt, geschlagen. Und alle sehen weg. Inklusive der Wärter. Niemanden scheint es zu interessieren, was dort zwischen den Mauern passiert. Niemanden... außer Lisbeth.

Fazit
Ich hole vorab erst einmal ein wenig aus:

Stieg Larsson erschuf die Millennium Trilogie, d.h. die ersten drei Bände um Lisbeth Salander. Geplant hatte er eine Reihe von insgesamt 10 Büchern. Leider, leider verstarb er 2004 an den Folgen eines Herzinfarktes.

2013 entschloss sich die Familie zusammen mit dem Verlag die Weiterführung der Reihe an David Lagercrantz zu übergeben. Als dann 'Verschwörung' - der vierte Teil - veröffentlicht wurde, war ich zunächst mega-skeptisch. Die ersten drei Bände waren ja immerhin eine abgeschlossene Geschichte und die Idee, irgendjemand Anderen einfach weiterschreiben zu lassen... mmm ... ob das funktioniert???

Ja, es funktionierte! Sogar hervorragend. Ja: David Lagercrantz ist nicht Stieg Larsson. Aber nichtsdestotrotz hat er ein Händchen für Lisbeth & Co. Natürlich hat er seinen eigenen Stil, aber der muss ja nicht schlecht sein. Und das ist er auch nicht. Mit 'Verschwörung' gelang ihm ein würdiger Nachfolger.

Nun ist der fünfte Teil erschienen und ganz ehrlich? Im Prolog - also direkt von der ersten Seite an - unterhält sich Holger Palmgren mit Lisbeth und ein Grinsen bereitete sich über mein gesamtes Gesicht aus. Nicht, weil die Unterhaltung humorvoll wäre. Nein, einfach nur aus dem Grund endlich, endlich, endlich wieder mit meinen Lieben unterwegs zu sein.

Die Geschichte selber unterteilt sich in zwei Handlungsstränge - beide gut durchdacht und spannend umgesetzt und zumindest bei dem Part, der sich um Lisbeths Vergangenheit dreht, kann man nur hoffen, dass es sich hier um Fiktion handelt... Obwohl die Realität leider eher vermuten lässt, dass es so gewesen sein könnte.

Ich muss allerdings zugeben, dass mir dieses Mal ein wenig Lisbeths Konsequenzanalyse fehlte, d.h. ihre Überlegungen, die sie normalweise anstellt, bevor sie handelt. Die, die sie kennen, wissen, was ich meine. Sie ist immer noch... wie man im Pott sagt: eine coole Sau (t´schuldigung, aber der Ausspruch trifft es einfach so gut) und doch....

Egal, das Buch hat mich gut unterhalten und ich hoffe jetzt schon, dass der nächste Teil nicht lange auf sich warten lässt. Meine beiden Daumen sind definitiv oben für die komplette Reihe und für diejenigen, die Lagercrantz keine Chance geben wollen, sind zumindest die ersten drei Bände ein must-read!

Reihenfolge
1. Verblendung
2. Verdammnis
3. Vergebung
4. Verschwörung
5. Verfolgung

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 30. September 2017

Viiiiieeeeelleiiiiicht...

habe ich ja nicht alle Tassen im Schrank, aber das Gute daran: Man kann sich immer mal wieder neue Tassen zulegen!



(Ich konnt einfach nicht an den Beiden vorbei gehen. Das sind übrigens Tassilo und Madame Pottine aus dem Zeichentrickfilm 'Die Schöne und das Biest'.)

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 28. September 2017

Rezension: The Collection



Die Serie erzählt die Geschichte von dem Aufstieg des Modehauses der Familie Sabine, welche die kriegsgeplagte Stadt Paris wieder zur Modehauptstadt der Welt verwandeln will.
Geführt wird das Familienunternehmen vom geschäftstüchtigen Paul Sabine (Richard Coyle). Doch das wahre Genie hinter dem Label ist sein jüngerer Bruder Claude (Tom Riley), der aufgrund seiner Homosexualität jedoch nicht ins Rampenlicht treten darf. Als Jules Trouvier (James Cosmo), einer der reichsten Männer Paris´, sich dazu entschließt, in das kleine Modehaus zu investieren, steht den Sabines plötzlich eine goldene Zukunft bevor.

Allerdings scheinen die Geister der Vergangenheit die Familie schnell einzuholen, als ein Fremder im Begriff ist, die Verbindung der Familie Sabine mit den Nationalsozialisten aufzudecken.

Doch um das Unternehmen zu retten, gehen Paul und Mutter Yvette (Frances de la Tour) über Leichen und so fängt die glamouröse Fassade des Modehauses langsam an zu bröckeln.



Rezension
Kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges - Paris soll wieder die Modestadt Nummer 1 werden. Die Sehnsucht nach Schönheit, Eleganz und Weiblichkeit ist groß bei den Reichen und Schönen. 

Durch das Modehaus Sabine soll Paris wieder auferstehen, wie Phoenix aus der Asche. Der geschäftstüchtige Paul nimmt die Herausforderung an. Was jedoch niemand ahnt: nicht er ist der kreative, herausragende Modedesigner - nein, sein Bruder Claude ist das eigentliche Genie. Allerdings ist er zum einen homosexuell, was zu dieser Zeit noch strafbar ist und zum anderen hat er absolut kein Händchen für den Umgang mit den Kunden. 

Doch das ist nicht das einzige Problem der Familie zu sein. Ein Reporter wittert einen Zusammenhang zwischen Sabine und dem Nationalsozialismus, ein Lover von Claude verschwindet spurlos, ein Finanzier mischt sich in die Geschäfte ein und die Polizei interessiert sich auch für die Familie....

Wie weit geht man um sich zu schützen?

Fazit
Das erste was mir hier durch den Kopf geht: sie küssten und sie schlugen sich, denn die beiden Brüder und ihre Mutter können nicht miteinander, aber auch üüürgendwie nicht ohne einander und ja, um die Familie zu schützen, geht man hier auch über Leichen.


Die Schauspieler waren mir bisher weitestgehend unbekannt - bis auf Frances de la Tour, die hier Mutter Sabine spielt (Madame Maxim aus Harry Potter) und James Cosmo, der reiche Finanzier (Lord Kommandant Joer Mormont aus Game of Thrones).


Die Ausstattung ist passend, die Kleidung natürlich Haute-Couture, die Schauspieler sind gut, die Geschichte stimmig und wer es dramatisch mag, sollte hier bestens aufgehoben sein. Mir persönlich fehlte eine kleine humorige Note. Selbst bei einem Drama mag ich es, wenn zwischendurch auch mal ein wenig... wenn auch nur ein Hauch Sonnenschein zu sehen ist - den habe ich hier leider nicht gefunden, aber das ist ja halt nur mein Geschmack und schmälert die Qualität der Serie ja in keinster Weise.


Viele Grüße von der Numi