Montag, 16. Oktober 2017

Rezension: So sind sie, die Isländer

erschienen im Reise Know-How Verlag.


Erschienen im September 2017
108 Seiten
ISBN: 978-3-8317-2875-6


Beschreibung laut Verlag
Geben wir es ruhig zu: Die Isländer sind manchmal seltsam. Sie essen seltsame Dinge. Sie benehmen sich seltsam. Sie sind mal zu steif und mal ein bisschen zu locker. Sie lachen über Dinge, die nicht lustig sind.
Die Fremdenversteher liefern Antworten: Knapp, bissig und voller überraschender Einsichten. Am Ende ist klar: So sind sie eben, die Isländer!
Die Fremdenversteher über die Isländer: „Der typische Isländer ist ruhig und zurückhaltend im Beisein von Fremden. Bei einer Besprechung ist er derjenige, der nichts sagt und erstaunt ist über die Leute, die Fragen stellen. Besonderes Erstaunen gilt Leuten wie den Amerikanern, die imstande sind, eine Stunde lang über ein bestimmtes Thema zu reden – oder zwei, wenn sie tatsächlich etwas von dem Thema verstehen.“
Die Fremdenversteher: Die Reihe, die kulturelle Unterschiede unterhaltsam macht. Mit trockenem englischen Humor, Mut zur Lücke, einem lockeren Umgang mit der politischen Korrektheit – aber immer: feinsinnig und auf den Punkt. Die Fremdenversteher sind die deutsche Ausgabe der Xenophobe’s® Guides – bei Reise Know-How.
Die Fremdenversteher: Empfohlen bei leichter bis mittelschwerer Xenophobie!

Rezension
Wie sind denn eigentlich die Isländer?
Genau diese Frage beantwortet dieses Buch in vielen unterschiedlichen Bereichen. Dabei werden folgende Themen beleuchtet:
Nationalgefühl & Identität, Charakter, Haltungen & Werte, Obsessionen, Verhalten, Manieren & Etikette, Freizeit & Vergnügen, Konversation & Gestik, Systeme, Sinn für Humor, Kultur, Essen & Trinken, Gesundheit, Regierung & Bürokratie, Geschäftsleben, Bräuche & Traditionen, Sprache & Ideen.
Es handelt sich hier also nicht um den normalen Reiseführer, der Tipps gibt, was man sich alles anschauen sollte und was man auf keinen Fall verpassen darf. Nein, hier bekommt man wirklich einen Eindruck vom Land und vor allen Dingen von den Leuten, die dort leben.

Fazit
Das erste Mal sind mir 'die Isländer' aufgefallen bei diesem Fußballgedönse. (Ja, ja - ich habe da absolut keine Ahnung von.) Fans die ausgelassen feiern und das sogar mit den Fans anderer Vereine bzw. Länder. Die Fußballer selber hatten alle einen .... richtigen Job - es waren also keine Profis... so etwas gibt es auch??? Island schwamm auf einer Sympathiewelle und ja - selbst mir Nicht-Fußballfan hat das unheimlich gut gefallen!

Kurz darauf las ich einen Artikel über eine Baumaßnahme in Island, die gestoppt und umgeändert wurde, weil der ursprüngliche Plan eine Gegend zerstört hätte, in dem verborgendes Volk (Huldefólk) wohnt - also zum Beispiel Elfen, Trolle oder Zwerge. Und jetzt mal ehrlich? Wer findet so etwas nicht einfach nur absolut fantastisch?

Lange Rede, kurzer Sinn - natürlich wollte ich unbedingt einen Blick in dieses Buch werfen, als ich es sah und ja, es hat sich gelohnt. In humorvoll, spritziger - manchmal auch bißchen bissiger - Weise wird dem Leser ein Blick auf die Bevölkerung von Island gewährt - ja auch ein wenig auf das Huldefólk.

Leider war ich selber noch nie dort - von daher kann ich natürlich nicht beurteilen, ob das alles so stimmt. Aber was ich sagen kann: es war ein kurzweiliges, interessantes Vergnügen sich durch die Seiten dieses Buches zu blättern und ja, ich würde mir das wirklich gerne mal alles mit eigenen Augen ansehen - jetzt kenn ich mich ja auch ;0)

Übrigens gibt es aus der Reihe 'So sind sie, die....' auch Japaner, Polen, Italiener, Amerikaner, Engländer, Franzosen, Schweden, Niederländer und Österreicher. Die Deutschen gibt es ... noch... nicht - da würde mich mal interessieren, wo wir überall unser Fett wegbekommen würden...! :0D

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Agatha Christie - Mörderische Spiele

Collection 2


Erscheinungsdatum: 25.08.17
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 368 Min. (4x 92 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 2

Synopsis
Agatha Christies "Mörderische Spiele" sind in der farbenfrohen und glamourösen Welt der 1950er angesiedelt. Kommissar Laurence ermittelt gewohnt unausstehlich, aber schlicht brillant, und die junge Journalistin Alice Avril tut alles, um eine Schlagzeile zu erhalten. Die überzeugte Feministin scheut dabei keine Auseinandersetzungen mit Laurence. Doch der Kommissar kann sich immer auf seine treue Assistentin Marlène verlassen - ein hinreißendes Ebenbild von Marilyn Monroe.
 

Rezension
Kommissar Laurence hat wieder einige knifflige Fälle zu lösen und dieses Mal machen ihm nicht nur die Verbrecher Ärger, nein, zwischendurch hat ihn sogar ein ... 'Kollege' von der 'Internen' auf dem Kiecker. Aber im Gegensatz zu seinem Augenlicht, welches ihn kurzfristig im Stich lässt, kann er sich auf 'seine' beiden Damen verlassen. Sowohl seine Assistentin Marlène als auch die Reporterin Alice Avril greifen beherzt ein, um die Verbrecher dingfest zu machen.

Verfilmt wurden hier vier weitere Agatha-Christie-Geschichten und zwar
'Mit offenen Karten', 'Die Schneewittchen-Party' hier unter dem Titel 'Mord beim Schulfest', 'Mord auf dem Golfplatz' hier unter 'Verbrechen lohnt sich nicht' und 'Das Sterben in Wychwood' als Vorlage für 'Einfach Mord?'

Fazit
Vielleicht, aber wirklich nur vielleicht, war ja die erste Folge von Collection 1 etwas... gewöhnungsbedürftig... Aber auch wirklich nur deshalb, weil diese Serie anders ist, als die bisherigen Agatha-Christie-Verfilmungen. Und mit anders meine ich definitiv nicht schlechter. Im Gegenteil. Mir gefällt diese neue Reihe so richtig gut!


Die Rollen sind absolut passend besetzt: Samuel Labarthe als souveräner, cooler ein wenig an James Bond erinnernder Kommissar Laurence, Blandine Bellavoir als toughe, etwas vorlaute Journalistin Alice Avril und Élodie Frenck als treue, naiv-clevere Marlène Leroy harmonieren hervorragend miteinander.


Spritzig, witzig und mit jeder Menge Spannung ist hier eine Neuverfilmung der Agathe-Christie-Klassiker gelungen - da kommt wirklich keine Langeweile auf. Auch dann nicht, wenn man das Grundgerüst, also die Bücher, bereits kennt - das stört überhaupt nicht.


Also meine Empfehlung habt ihr - beide Daumen sind oben und worüber ich mich besonders freue: Collection 3 erscheint schon Ende diesen Monats :0D

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Rezension: What the health

Wie Konzerne uns krank machen und warum niemand was dagegen unternimmt


Erschienen am 29.09.2017
Label: Polyband
FSK: ab 12
Lauflänge: ca. 88 Minuten

Synopsis
Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Krebs – diese Zivilisationskrankheiten kommen nicht von ungefähr. Aber es ist nicht ein einzelner Faktor, der für eine Erkrankung verantwortlich ist, sondern das Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren, dem individuellen Lebensstil – und somit auch der Ernährung!

Die Macher des preisgekrönten Dokumentarfilms COWSPIRACY konfrontieren Vertreter der Gesundheitsorganisationen und Pharmaindustrie mit unbequemen Fakten und Fragen: Warum wollen uns Konzerne scheinbar systematisch krank machen und wieso unternimmt niemand was dagegen? WHAT THE HEALTH ist ein Film, der Ihnen die Augen öffnen wird - und mögliche Alternativen aufzeigt!

 

Rezension
Kip Andersen und Keegan Kuhn - Produzenten dieses Films - hinterfragen so einiges. Warum leiden so viele Menschen an Fettleibigkeit (Adipositas)? Warum sind so viele Menschen zuckerkrank (Diabetes)? Wieso gibt es so viele Herzkranke? Warum so viele mit einem zu hohen Blutdruck?

Und was haben diese Erkrankungen mit unserer Ernährung zu tun?



Wie wirkt sich Zucker auf uns aus? Wie sieht es mit dem Fleischkonsum aus? Und vor allen Dingen: wie sieht es mit der Qualität unserer Lebensmittel aus? Was ist drin - wie sieht die Herstellung aus - wie sehen die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus aus - und (für mich unvorstellbar gruselig) - wie gehen wir mit den Tieren um, die wir anschließend essen...


Zig Fragen auf die Antworten gesucht und für die hier gezeigten Leute auch gefunden wurden...

Fazit
Ernährung ist für mich schon einige Zeit eine große Frage. Mittlerweile ernähre ich mich seit über zweieinhalb Jahren nach Paleo und komme damit sehr gut zurecht. Obwohl ich mittlerweile an einem Punkt angelangt bin, an dem ich die ein oder andere Sache eventuell noch anpassen möchte. Von daher sind mir Ernährungsinformationen natürlich sehr willkommen - also nix wie ran an den Film ;0)

Für mich war der Film im Großen und Ganzen informativ. Er regt sehr zum Denken an - für mich ist z.B. der Umgang mit dem.... 'Schlachtvieh' sehr aufwühlend gewesen - ich wähle den Begriff Schlachtvieh, weil die Tiere mehr als schlecht behandelt werden... sehr, sehr schlecht.... abartig wäre da ein passenderer Begriff...

Einiges war mir neu, einiges bekannt, zu einigem habe ich eventuell eine leicht andere Ansicht. Und manches war überzogen - also, das langjährig schwerkranke Patienten, die nach der Umstellung auf die vegane Ernährung nach 14 Tagen (!) ihre Krücken hinfort werfen und wieder laufen können - nee quatsch - aber ihre Tabletten einfach absetzen, weil sie nun wieder gesund sind.... das war eher unglaubwürdig und bestimmt auch nicht wirklich gesund...


Abgesehen davon war der Film definitiv interessant und informativ. Wer sich Gedanken macht über das, was er isst oder nicht isst, sollte einfach mal einen Blick riskieren. Vegan wird nicht mein Weg sein, aber... es gibt sooooooo viele Alternativen. Da schadet schlau machen ja definitiv nicht ;0)

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 8. Oktober 2017

Rezension: Gold

Gier hat eine neue Farbe


Label: STUDIOCANAL
Genre: Abenteuer, Drama, Thriller
Produktionsjahr: 2016
Produktionsland: USA
FSK 12
Lauflänge: ca. 121 Minuten

Eine kühne Idee, ein unglaubliches Abenteuer, ein riesiger Skandal und ein brutaler Absturz: Der Kleinkriminelle Kenny Wells (Matthew McConaughey) giert nach Gold und nach dem großen Durchbruch. Als er auf den zwielichtigen Geologen Michael Acosta (Édgar Ramírez) trifft, starten sie ein waghalsiges Abenteuer. In den unerforschten Tiefen des Dschungels von Indonesien machen sie sich auf die Suche nach Gold. Was sie dort finden versetzt die Börsenwelt in Aufruhr und bringt ihnen den erhofften Reichtum, doch was steckt wirklich dahinter…

Rezension
Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Kenny Wells dessen Bergbaufirma, die sich dem Abbau von Bodenschätzen verschrieben hat. Doch Kenny fehlt es leider an dem Talenten seines Vaters.

Sieben Jahre später - Kenny ist so gut wie pleite, raucht wie ein Schlot, trinkt mehr als gut ist und seine Frau hat zwei Jobs um sie über Wasser zu halten. Doch einmal will er es noch versuchen - noch ein einziges Mal. So macht er sich mit seinem allerletzten Geld auf den Weg nach Indonesien. Dort trifft er auf den Geologen Michael Acosta und gemeinsam machen sich die Beiden auf die Suche in den Regenwäldern von Indonesien.

Und tatsächlich finden sie eine vielversprechende Stelle und Kenny gelingt es einige Investoren zu finden, die bereit sind Geld zu investieren. Nicht viel, aber es sollte reichen... und tatsächlich scheint es dort wirklich Gold zu geben und zwar viel Gold - richtig viel Gold!

Doch damit verändert sich plötzlich alles - auf einmal möchte jeder einen Anteil an diesem sensationellen Fund haben. Und das mit allen Mitteln....

Fazit
Vorab erst einmal: Für mich ist Matthew McConaughey einer der beiden besten Schauspieler, die es zur Zeit gibt. Von daher ist natürlich ein neuer Film mit ihm ein 'muss' und auch hier spielt er einfach wieder hervorragend! Während er für den  'Dallas Buyers Club' einige Kilos verloren hatte, hat er hier einiges an Gewicht zugelegt und dafür Haare abgelegt *hüstel*- der Mann traut sich wirklich unattraktiv zu sein, was für dieses Genre ja eher selten der Fall ist...


Aber nun zum Film. Wie der Untertitel 'Gier hat eine neue Farbe' schon vermuten lässt, werden hier sämtliche menschlichen ... Unarten beleuchtet. Was macht Gold, Geld, Gier aus den Menschen? Wie weit geht der Einzelnen um etwas vom Kuchen abzubekommen? Und nein, da wird nicht nachgefragt, ob es demjenigen überhaupt zustehen würde.


Auf der anderen Seite stehen natürlich die Dinge im Leben, die wirklich von Bedeutung sind... Liebe zum Beispiel oder Freundschaft... Wie weit kann, darf oder sollte man vertrauen? Und wird dieses Vertrauen dann belohnt oder wird man eventuell eines Besseren belehrt?....


Gedreht wurde der Film in Indonesien, Thailand und den USA - in Thailand zum Beispiel während des Monsuns - d.h. bildgewaltig und nass. Die Geschichte ist an eine wahre Begebenheit angelehnt, aber man sollte sich nicht vorher über das Ende schlau machen, sonst wäre ja die ganze ... Spannung hin.

Vielleicht ist es kein Film, den man unbedingt gucken muss, aber es ist definitiv Einer, den man richtig gut gucken kann. Mir wäre natürlich ein sympathischerer McConaughey lieber gewesen, aber so geht es auch ;0)

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 1. Oktober 2017

Rezension: Verfolgung

von David Lagercrantz, erschienen bei Heyne.


Erschienen am 07.09.2017
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
480 Seiten
ISBN: 978-3-453-27099-2

Beschreibung laut Verlag


Im Frauengefängnis Flodberga herrscht ein strenges Regiment. Alle hören auf das Kommando von Benito Andersson, der unangefochtenen Anführerin der Insassinnen. Lisbeth Salander, die eine kurze Strafe absitzt, versucht tunlichst, den Kontakt zu vermeiden, doch als ihre Zellennachbarin gemobbt wird, geht sie dazwischen und gerät ins Visier von Benitos Gang.
Unterdessen hat Holger Palmgren, Lisbeth Salanders langjähriger Mentor, Unterlagen zutage gefördert, die neues Licht auf Salanders Kindheit und ihren Missbrauch durch die Behörden werfen. Salander bittet Mikael Blomkvist, sie bei der Recherche zu unterstützen. Die Spuren führen sie zu Leo Mannheimer, einem Finanzanalysten aus sehr wohlhabendem Hause. Was hat dieser mit Lisbeth Salanders Vergangenheit zu tun? Und wie soll sie den immer schärfer werdenden Attacken von Benito und ihrer Gang entgehen?


Rezension
Lisbeth Salander muss eine kurze Gefängnisstrafe absitzen - eigentlich auch kein Problem für sie. Allerdings bekommt ihr früherer Betreuer Holger Palmgren ausgerechnet jetzt Unterlagen über Lisbeths Vergangenheit zugespielt. Da sie aber - unter den gegebenen Umständen - über keinen dauerhaften Zugriff auf das Internet verfügt, bittet sie Mikael Blomkvist mit den entsprechenden Recherchen zu beginnen. Das was Mikael zunächst findet, wirkt alles eher harmlos, aber wenn Lisbeth ihn darauf ansetzt.... Und tatsächlich....

Zeitgleich stößt Lisbeth im Gefängnis auf etwas für sie schwer zu ertragendes: Die Anführerin der führenden Gang - Benito Andersson - hat sich auf eine Insassin eingeschossen. Die junge Frau wird bedroht, gemobbt, geschlagen. Und alle sehen weg. Inklusive der Wärter. Niemanden scheint es zu interessieren, was dort zwischen den Mauern passiert. Niemanden... außer Lisbeth.

Fazit
Ich hole vorab erst einmal ein wenig aus:

Stieg Larsson erschuf die Millennium Trilogie, d.h. die ersten drei Bände um Lisbeth Salander. Geplant hatte er eine Reihe von insgesamt 10 Büchern. Leider, leider verstarb er 2004 an den Folgen eines Herzinfarktes.

2013 entschloss sich die Familie zusammen mit dem Verlag die Weiterführung der Reihe an David Lagercrantz zu übergeben. Als dann 'Verschwörung' - der vierte Teil - veröffentlicht wurde, war ich zunächst mega-skeptisch. Die ersten drei Bände waren ja immerhin eine abgeschlossene Geschichte und die Idee, irgendjemand Anderen einfach weiterschreiben zu lassen... mmm ... ob das funktioniert???

Ja, es funktionierte! Sogar hervorragend. Ja: David Lagercrantz ist nicht Stieg Larsson. Aber nichtsdestotrotz hat er ein Händchen für Lisbeth & Co. Natürlich hat er seinen eigenen Stil, aber der muss ja nicht schlecht sein. Und das ist er auch nicht. Mit 'Verschwörung' gelang ihm ein würdiger Nachfolger.

Nun ist der fünfte Teil erschienen und ganz ehrlich? Im Prolog - also direkt von der ersten Seite an - unterhält sich Holger Palmgren mit Lisbeth und ein Grinsen bereitete sich über mein gesamtes Gesicht aus. Nicht, weil die Unterhaltung humorvoll wäre. Nein, einfach nur aus dem Grund endlich, endlich, endlich wieder mit meinen Lieben unterwegs zu sein.

Die Geschichte selber unterteilt sich in zwei Handlungsstränge - beide gut durchdacht und spannend umgesetzt und zumindest bei dem Part, der sich um Lisbeths Vergangenheit dreht, kann man nur hoffen, dass es sich hier um Fiktion handelt... Obwohl die Realität leider eher vermuten lässt, dass es so gewesen sein könnte.

Ich muss allerdings zugeben, dass mir dieses Mal ein wenig Lisbeths Konsequenzanalyse fehlte, d.h. ihre Überlegungen, die sie normalweise anstellt, bevor sie handelt. Die, die sie kennen, wissen, was ich meine. Sie ist immer noch... wie man im Pott sagt: eine coole Sau (t´schuldigung, aber der Ausspruch trifft es einfach so gut) und doch....

Egal, das Buch hat mich gut unterhalten und ich hoffe jetzt schon, dass der nächste Teil nicht lange auf sich warten lässt. Meine beiden Daumen sind definitiv oben für die komplette Reihe und für diejenigen, die Lagercrantz keine Chance geben wollen, sind zumindest die ersten drei Bände ein must-read!

Reihenfolge
1. Verblendung
2. Verdammnis
3. Vergebung
4. Verschwörung
5. Verfolgung

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 30. September 2017

Viiiiieeeeelleiiiiicht...

habe ich ja nicht alle Tassen im Schrank, aber das Gute daran: Man kann sich immer mal wieder neue Tassen zulegen!



(Ich konnt einfach nicht an den Beiden vorbei gehen. Das sind übrigens Tassilo und Madame Pottine aus dem Zeichentrickfilm 'Die Schöne und das Biest'.)

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 28. September 2017

Rezension: The Collection



Die Serie erzählt die Geschichte von dem Aufstieg des Modehauses der Familie Sabine, welche die kriegsgeplagte Stadt Paris wieder zur Modehauptstadt der Welt verwandeln will.
Geführt wird das Familienunternehmen vom geschäftstüchtigen Paul Sabine (Richard Coyle). Doch das wahre Genie hinter dem Label ist sein jüngerer Bruder Claude (Tom Riley), der aufgrund seiner Homosexualität jedoch nicht ins Rampenlicht treten darf. Als Jules Trouvier (James Cosmo), einer der reichsten Männer Paris´, sich dazu entschließt, in das kleine Modehaus zu investieren, steht den Sabines plötzlich eine goldene Zukunft bevor.

Allerdings scheinen die Geister der Vergangenheit die Familie schnell einzuholen, als ein Fremder im Begriff ist, die Verbindung der Familie Sabine mit den Nationalsozialisten aufzudecken.

Doch um das Unternehmen zu retten, gehen Paul und Mutter Yvette (Frances de la Tour) über Leichen und so fängt die glamouröse Fassade des Modehauses langsam an zu bröckeln.



Rezension
Kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges - Paris soll wieder die Modestadt Nummer 1 werden. Die Sehnsucht nach Schönheit, Eleganz und Weiblichkeit ist groß bei den Reichen und Schönen. 

Durch das Modehaus Sabine soll Paris wieder auferstehen, wie Phoenix aus der Asche. Der geschäftstüchtige Paul nimmt die Herausforderung an. Was jedoch niemand ahnt: nicht er ist der kreative, herausragende Modedesigner - nein, sein Bruder Claude ist das eigentliche Genie. Allerdings ist er zum einen homosexuell, was zu dieser Zeit noch strafbar ist und zum anderen hat er absolut kein Händchen für den Umgang mit den Kunden. 

Doch das ist nicht das einzige Problem der Familie zu sein. Ein Reporter wittert einen Zusammenhang zwischen Sabine und dem Nationalsozialismus, ein Lover von Claude verschwindet spurlos, ein Finanzier mischt sich in die Geschäfte ein und die Polizei interessiert sich auch für die Familie....

Wie weit geht man um sich zu schützen?

Fazit
Das erste was mir hier durch den Kopf geht: sie küssten und sie schlugen sich, denn die beiden Brüder und ihre Mutter können nicht miteinander, aber auch üüürgendwie nicht ohne einander und ja, um die Familie zu schützen, geht man hier auch über Leichen.


Die Schauspieler waren mir bisher weitestgehend unbekannt - bis auf Frances de la Tour, die hier Mutter Sabine spielt (Madame Maxim aus Harry Potter) und James Cosmo, der reiche Finanzier (Lord Kommandant Joer Mormont aus Game of Thrones).


Die Ausstattung ist passend, die Kleidung natürlich Haute-Couture, die Schauspieler sind gut, die Geschichte stimmig und wer es dramatisch mag, sollte hier bestens aufgehoben sein. Mir persönlich fehlte eine kleine humorige Note. Selbst bei einem Drama mag ich es, wenn zwischendurch auch mal ein wenig... wenn auch nur ein Hauch Sonnenschein zu sehen ist - den habe ich hier leider nicht gefunden, aber das ist ja halt nur mein Geschmack und schmälert die Qualität der Serie ja in keinster Weise.


Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 10. September 2017

Rezension: Wildeule

von Annette Wieners, erschienen bei List.


Erschienen am 11.08.2017
Taschenbuch, Klappenbroschur
352 Seiten
ISBN 13 978 3 54861 2591

Beschreibung laut Verlag
Die ehemalige Kommissarin Gesine Cordes hatte sich nach dem Tod ihres kleinen Sohns aus ihrem alten Leben zurückgezogen. Erst in der Arbeit als Friedhofsgärtnerin fand sie Trost. Doch ihre geliebte Idylle wird jäh gestört, als während einer Beerdigung entdeckt wird, dass der Sarg nicht richtig geschlossen ist. Und nicht der erwartete Leichnam im Sarg liegt, sondern ein bekannter Bestattungsunternehmer – er wurde ermordet. Gesine ermittelt undercover auf dem Friedhof und kommt skandalösen Praktiken im Bestattergewerbe auf die Spur. Bald gerät ausgerechnet ihr bester Freund, der Bestatter Hannes, unter Verdacht. Gesine muss sich entscheiden: Wird sie sich weiter vor der Welt verstecken? Oder kann sie Hannes retten, den Mord aufklären und womöglich sogar in ihr altes Leben zurückkehren?

Rezension
Zwischen der Friedhofsgärtnerin (und Ex-Kommissarin) Gesine Cordes und ihrem bester Freund Hannes herrscht Eiszeit. Er hatte ihr sein Herz ausgeschüttet wegen seiner beruflichen Schwierigkeiten mit einem skrupellosen Konkurrenten Schellhorn und sie hatte - beschwipst und gutgelaunt - einen blöden Kommentar dazu abgegeben. Eigentlich eine Kleinigkeit und doch... Gesine hat da etwas gutzumachen...

Gut das die Arbeit sie ablenkt. Die heutige Beerdigung ist wirklich außergewöhnlich. Zum einen geradezu pompös mit einem Blumenmeer, den teuersten Kränzen und dazu Silberbeschlägen am Sarg fast schon überladen - auf der anderen Seite nur ein einzelner Trauergast. Doch das was Gesine tatsächlich hellhörig werden lässt, ist dieses merkwürdige Geräusch, als die Träger den Sarg anheben...

Und tatsächlich: Der Deckel des Sarges ist nicht richtig verschlossen und als er plötzlich wegrutscht ist der Schreck mehr als groß. Denn nicht die verstorbene Madeleine Jablin liegt in dem Sarg, sondern Hannes Konkurrent Schellhorn.

Die Polizei - unter Leitung von Mordermittlerin Marina Olbert - macht sich an die Ermittlung. Schon bald kristallisiert sich eine Spur heraus - und die führt direkt zu Hannes!

Fazit
'Wildeule' ist der dritte Teil um Gesine Cordes. Die ersten beiden Bücher hatten mir wirklich gut gefallen, aber dieser Band toppt die beiden anderen noch einmal so richtig!

Ich lese ja sehr gerne Serien - mir gefällt es einfach beim Lesen alte Bekannte zu treffen. Manche mag man mehr, manche vielleicht weniger und doch ist es ein Wiedersehen bzw. Wiederlesen, das mir Freude bereitet. So auch mit Gesine und natürlich auch mit Hannes.

Nun steht Hannes aber unter Verdacht. Natürlich zu unrecht. Ist ja klar. Schließlich kennen wir uns ja schon ein Weile... naja gut zwei Bücher lang... aber das kann ja trotzdem nicht sein, das er jemanden tötet.... okay, einen Grund hätte er schon gehabt... aus verständlichen Gründen hätte ihm ja schon die ein oder andere Leitung durchbrennen können.... aber mal ehrlich: Hannes? Obwohl... wie gut kennt man sich eigentlich wirklich... und die Beweise... die kann man ja nicht wegdiskutieren.... sollte er doch?...

Was ich damit sagen möchte: dieses Buch hat mich beim Lesen ganz schön hin und her gerissen. Immer wieder stellt man sich die Frage der Fragen und nein, ich verrate Euch definitiv nicht, wie es endet und ob das Ende mir gefallen hat oder nicht. Nur so viel: es war spannend!

Mir gefällt auch die Grundgeschichte. Also eine Kommissarin, die durch ... also die ihren kleinen Sohn verliert und damit den Lebensinhalt, die alles hinwirft und nun als Friedhofsgärtnerin arbeitet... auf dem Friedhof, auf dem auch ihr Junge bestattet wurde... etwas düster und absolut stimmig.

Meine beiden Daumen sind auf jeden Fall oben für diese Reihe.

Reihenfolge
 Kaninchenherz
 Fuchskind
 Wildeule

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 31. August 2017

Rezension: Wir töten nicht jeden

von Carlos Salem, erschienen bei dtv.


Taschenbuch
288 Seiten
ISBN 978-3-423-21683-8

Beschreibung laut Verlag
Ein heißer Sommer. Ferienzeit. Pharmavertreter Juan Pérez Pérez freut sich auf vier Wochen Strand mit seinen Kindern. Doch just vor der Abreise erklären ihm seine Chefs, dass sein Urlaubsziel stattdessen ein FKK-Campingplatz am Meer sei. Juan Pérez Pérez kann sich ihnen nicht widersetzen – denn er hat eine zweite Persönlichkeit, von der sonst niemand weiß: Er ist die Nummer 3 einer internationalen Killer-Organisation. Wie üblich gibt man ihm die Autonummer des Opfers. Das bringt den hochkarätigen Killer in die Bredouille: Es handelt sich um den Wagen seiner Ex, der Mutter seiner Kinder. Warum hat man sie im Visier? Oder soll ihr Lover sterben? Oder will man etwa ihn, die erfolgreiche Nummer 3, ausschalten? 

Rezension
Juan Pérez Pérez stehen vier Wochen Urlaub bevor, die er mit seinen beiden Kindern am Mittelmeer verbringen möchte. So die Planung. Nur leider, leider hat sein Arbeitgeber noch eine Kleinigkeit für ihn zu tun... Im Grunde genommen stört der Auftrag auch nicht wirklich. Schließlich liegt der Einsatzort direkt am Meer an einem schönen Strand mit einem tollen Campingplatz.... einem FKK-Campingplatz. Und da er den Auftrag nicht ablehnen kann, seine FIRMA auch schon alles gebucht hat, macht sich Juan mit seinen Kindern auf den Weg.

Das Schwierige an dem Auftrag stellt sich allerdings schon bald heraus. Juan arbeitet nämlich nicht - wie alle um ihn herum glauben - für einen Pharmakonzern. Nein, sein Arbeitgeber ist eher ein Dienstleister der besonderen Art. Es ist praktisch eine Art ... Mord-auf-Bestellung-FIRMA und Juan arbeitet dort als Profikiller. Eine durchaus lukrative Arbeit, die Juan im Blute liegt. 

Wie immer bekommt Juan auch dieses Mal das Autokennzeichen seines Opfers. Das Problem ist nur, dass genau dieses Auto bis vor kurzem seiner Exfrau gehörte und der neue Besitzer des Autos sein ehemals bester Freund ist. Abgesehen davon könnte auch der Freund seiner Ex das Ziel sein.

Und das obwohl Juan in Begleitung seiner Kinder ist und das Ganze eher ohne Kleidung stattfinden muss - schließlich kann man am FKK Strand nur ganz schlecht mit einer geladenen Waffe herum spazieren - also jetzt mit einer richtigen Waffe, mein ich *hüstel*.

So türmen sich die Fragen auf. Wer soll denn nun das Opfer sein? Seine Ex, ihr neuer Lover, Juans Freund oder soll das Ganze nur ein Ablenkungsmanöver sein und die Firma will sich stattdessen ihrer erfolgreichen Nummer 3 - also Juans - entledigen?

Fazit
Aaaalso ich will mal so sagen: das Thema des Buches finde ich ... witzig, einfallsreich, ... einfach mal etwas anderes. Die Schreibe von Herrn Salem ist zudem sehr flüssig zu lesen und ja ab und an musste ich schmunzeln. Allerdings denke ich, dass hier eher die männlichen Leser angesprochen werden.

Denn wie es der Zufall will lernt Juan eine junge Frau kennen... eine Mitarbeiterin... und da er über eine gesunde Libido verfügt... kann er sein Interesse an der Dame kaum verbergen... und damit meine ich jetzt nicht die intellektuelle Art und Weise von Interesse ... sondern die eher optisch sichtbare Art.

Zudem ist auch sie nicht abgeneigt und man könnte meinen, dass man hier eher einen erotischen Krimi liest... obwohl Krimi?.... Ja so direkt ein Krimi ist es eher auch nicht so ganz... Also eher ein Einblick in das Leben und Wirken eines Profikillers unter besonderen Umständen... Ja, dass passt vielleicht besser :0)

Eine skurrile, humorige Geschichte voller merkwürdiger Zufälle, die eventuell eher Männer anspricht!

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 27. August 2017

Rezension: Velvet

Volume 3


Erschienen am 28.07.2017
Polyband
FSK: 12
Laufzeit: ca. 495 Min. (11 x 45 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Spanisch
Dolby Digital 2.0
Ländercode: 2
Anzahl Discs:3

Synopsis
Liebe und Intrigen im Goldenen Zeitalter der Haute Couture: In VELVET dreht sich alles um das turbulente Leben im gleichnamigen Modehaus - den Galerías Velvet!

Als Cristina vom Ehebruch ihres Bruders erfährt, trifft ihr Zorn sowohl Patricia als auch Enrique. Clara gibt sich ihrem Liebeskummer hin. Pedro hält um Rosa Marias Hand an.  Raúl findet zu seiner alter Form zurück und präsentiert das Konzept für seine neue Kollektion. Carlos spürt, dass Alberto immer noch in Anas Herz ist ...

  

Rezension
Weiter geht es rund um die Galeria Velvet - dem spanischen Haute Couture Modehaus. 

Während Clara (Marta Hazas) verzweifelt ist wegen Don Matheos (Javier Rey) Verhalten, versucht er alles in seiner Macht stehende zu tun um die Wogen zu glätten. Leider fährt ihm dabei sein eigener Bruder in die Parade...


Pedro (Adrián Lastra) steht kurz davor um Rosa Marias Hand anhalten zu müssen, obwohl sein Herz doch Rita (Cecilia Freire) gehört und das ganz und gar. Sein Cousin Jonas (Llorenc González) hat derweil ein Auge auf Luisa (Manuela Vellés) geworfen, die aber zur Zeit ganz andere Entscheidungen treffen muss...


Und natürlich sind da weiterhin Ana (Paula Echevarria) und Alberto (Miguel Ángel Silvestre).... Ana, die mit Carlos (Peter Vives Newey) befreundet ist und Alberto, der mit Cristina (Manuela Velasco) verheiratet ist... und doch kommen die beiden nicht voneinander los...


Fazit
Die Irrungen und Wirrungen der Liebe mit anzuschauen ist ja soooo schööööön - hachz - natürlich nur wenn man nicht selber betroffen ist von Liebeskummer und solchen bösen Sachen :0)

In Volume 4 tritt die Hauptgeschichte um Ana und Alberto etwas in den Hintergrund, was den anderen Figuren mehr Platz einräumt zum Agieren. Und das in hervorragender Art und Weise, denn auch sie haben einen Platz im Herzen des Zuschauers verdient.

Mir gefällt die Serie, die ich fast mit einem Dauergrinsen ansehe - naja außer dann, wenn etwas dramatisch, trauriges passiert - richtig, richtig gut. In den 50er Jahre fühle ich mich wohl - ob es die Kleidung, die Ausstattung, die Musik - ja selbst die Autos betrifft, die Macher der Serie haben da wirklich ein stimmiges Händchen.

Dazu kommen die Darsteller, denen man die Freude an ihrer Arbeit ansieht. Dabei möchte ich niemanden speziell hervorheben, da mir wirklich alle Beteiligten gefallen - ja auch die 'Bösen' passen perfekt.

So ist also auch Volume 4 (also die zweite Hälfte der zweiten Staffel) ein kurzweiliges Vergnügen und ja - bei der letzten Folge hätte nicht viel gefehlt und Schmetterlingen und kleine Herzen wären meinem TV entflattert *hihi*.

Ich bin schon richtig gespannt, wie es mit den Velvetianern weitergeht und freu mich auf Volume 5 und 6. Meine absolute Empfehlung für die Herz/Schmerz-Fraktion!

Viele Grüße von der Numi

Freitag, 25. August 2017

Rezension: Mord in Ditzum

von Susanne Ptak, erschienen bei Klarant.


Erschienen am 11.08.2017
Taschenbuch
ISBN-13: 978-3955736620

Kurzbeschreibung laut Verlag 
Grauenhaftes erschüttert die sommerliche Idylle des ostfriesischen Fischerdorfs Ditzum. Am Ufer wird die Leiche einer Frau entdeckt – das blonde Haar verfärbt vom Blut. Theda Borchers ist sich sicher: Es handelt sich bei der Toten um ihre Nichte Famke aus Ditzum. Doch die ist offiziell vor zwölf Jahren als vierzehnjähriges Mädchen bei einem Unfall ums Leben gekommen… Was ist damals wirklich geschehen? Das ganze Dorf scheint sich gegen die Ermittlungen zu sperren, düstere Geheimnisse liegen in der Luft, aber alle halten dicht. Verzweifelt bittet Theda ihre Freundin Dr. Josefine Brenner um Hilfe, und sofort macht sich die Rechtsmedizinerin im Ruhestand auf nach Ostfriesland. Mit ihren unorthodoxen Ermittlungsmethoden geht Josefine der Sache gemeinsam mit der hiesigen Polizei auf die Spur. Nach und nach fördern die Ermittler eine ganze Serie an Verbrechen zutage, als der Täter erneut zuschlägt…

Rezension
Eigentlich wollte Simone nur mit ihrem Hund spazieren gehen, wie so oft. Doch dieses Mal ist alles anders. Ihr Hund macht sie Aufmerksam... auf ein Bündel... ein Bündel Kleidung.... ein Bündel Kleidung mit Inhalt...Und nicht nur das dort plötzlich eine Leiche liegt - im schönen malerischen Ditzum - nein, Simone ist sich sicher, dass die Leiche ihre beste Freundin Famke ist. Das Problem ist nur, dass diese bereits vor 12 Jahren verstorben ist...

Auch Famkes Tanke Theda erkennt in der Toten ihr Nichte - die Eltern wollen davon allerdings nichts wissen, denn schließlich haben sie ihre Tochter bereits vor vielen Jahren begraben müssen. Theda weiß sich nicht anders zu helfen, als ihre Freundin - die ehemalige Gerichtsmedizinerin Josefine Brenner - einzuschalten. Wenn jemand Licht in das Dunkle bringen kann, dann Josefine!

Und so versuchen sie herauszufinden, was passiert ist - damals und heute - wer ist die Leiche? Was geschah damals mit Famke? Oder jetzt? Und warum ist kaum jemand bereit bei der Aufklärung zu helfen?

Fazit
Der fünfte Teil um die Rechtsmedizinerin a.D. Josefine Brenner - für mich allerdings erst der Erste und schon stellt sich mir die Frage: Warum ist diese Serie bisher an mir vorbei gegangen? Das ist doch manchmal wirklich fast beängstigend, was man als Leser alles verpasst!

Was ich damit sagen will: Hier ist ein flüssiger Schreibstil gemischt mit einer wirklich spannenden Geschichte, in einem kurzweiligen Buch vereint. Für mich war der Einstieg etwas ... überwältigend, da viele Charaktere auftauchen, von denen ich ja bisher noch nichts gehört hatte, die den eingefleischten Fan aber bestimmt erfreuen - es ist ja immer schön altbekannte 'Freunde' wiederzusehen.

Ganz ehrlich - die Geschichte war so spannend, wendungsreich, ausgefeilt, rätselhaft bis zum Schluss, dass die vorherigen 4 Bücher definitiv auf meiner Wunschliste gelandet sind und das blitzschnell. Ich bin wirklich gespannt, welche Ideen Frau Ptak noch so zu Papier gebracht hat!

Also beide Daumen hoch für diesen so unscheinbar daherkommenden Ostfrieslandkrimi!

Reihenfolge
1. Mord in Greetsiel
2. Mord in Wiesmoor
3. Mord in Leer
4. Mord in Pilsum
5. Mord in Ditzum

Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 23. August 2017

Rezension: Kommissar W.

Auf Flanderns Feldern


Erschienen am 24.02.2017
Polyband
FSK: 16
Laufzeit: ca. 132 Min. (3 x 44 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Niederländisch:
Dolby Digital 2.0
Ländercode: 2
Anzahl Discs:1

Synopsis 
Der pensionierte Kommissar Witse (Hubert Damen) wird von seiner Schwester Maggie aufgesucht. Maggies Tochter Rosie wurde ermordet, und sie bittet Witse um Hilfe, da in ihren Augen die örtliche Polizei zu wenig unternimmt, den Fall aufzuklären. Schon bald findet Witse heraus, dass es sich um eine ganze Mordserie handelt und die Polizei deshalb nichts an die Presse heraus gibt, weil am Leichenfundort, einem englischen Soldatenfriedhof, in Kürze ein hundertjähriger Gedenktag stattfinden soll. Selbst die britische Königin wird hierzu erwartet! Das hält Witse jedoch nicht davon ab, weiter auf eigene Faust zu ermitteln ...

Rezension
Ex-Kommissar Witse (Hubert Damen) kann es gar nicht glauben. Nachdem sie jahrelang keinen Kontakt zueinander hatten, steht plötzlich seine Schwester Maggie (Hilde Van Haesendonck) vor seiner Tür mit einer Bitte. Ihre Tochter Rosie, die sie zur Adoption frei gegeben hatte und die sie eigentlich selber gar nicht kannte, wurde ermordet und die örtliche Polizei scheint an der Lösung des Falles kein besonderes Interesse zu haben. Also bittet Maggie ihren Bruder um Hilfe - er soll den Mörder ihrer Tochter finden.

Nach kurzer Überlegung macht sich Witse an die Arbeit und schon bald findet er heraus, dass seine Nichte das Opfer eines grausamen Serientäters wurde. Und auch wenn die örtliche Polizei wenig begeistert von Witses Treiben ist, heftet der sich - wie ein Bluthund - an die Fersen des Täters...

Fazit
Düster, stimmungsvoll, atmosphärisch... ein grausamer Täter, ein Ermittler der in den Sog der Dunkelheit gerät.


Das ist das Erste, was mir zu dieser Kurzserie durch den Kopf geht. Von den Grausamkeiten sieht man - zu meinem Glück - nicht allzu viel - das meiste spielt sich im Kopf des Zuschauers ab - buuaaaaa.


Die Schauspieler waren mir bisher alle unbekannt - wobei mir hier niemand speziell ins Auge gefallen ist - durchweg spielen alle Darsteller glaubhaft ihre Rolle, wobei Hubert Damen als Kommissar Witse das Abgleiten in das Verbrechen schon fast... überzieht.


Dadurch, dass man schon relativ früh das Gesicht der/die/das Täter sieht, geht ein wenig von der Spannung verloren und doch bleibt die Aufklärung des Falles weiterhin interessant. Das Ende hingegen hat mich überrascht - nichts Weltbewegendes, aber doch ... irritierend berührend....

Mich hat die Miniserie gut unterhalten. Ob sie in eine Sammlung aufgenommen werden muss?.... Nicht unbedingt... zumindest nicht in meine. Aber einmal anschauen ist keine Zeitverschwendung ;0)

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 20. August 2017

Rezension: Pumpernickelblut

von Herbert Knorr, erschienen bei Pendragon.


Erschienen am 21.06.2017
Taschenbuch
480 Seiten
ISBN: 978-3-86532-586-0

Beschreibung laut Verlag
Crime im Heim: Üble Betrügereien, düstere Gestalten und ominöse Todesfälle in der idyl­lischen Seniorenresidenz Haus Fröhlich Abendschein rufen Else Erpenbeck, Heimbewohnerin und Hobbydetektivin, auf den Plan.
Von der Polizei als »schräge Alte« nicht ernst genommen, entscheidet die 84-Jährige kurzerhand, Anna Müller in ihr Ermittlungsteam zu holen. Die neue Belegungsmanagerin der Residenz hat aber eigentlich ganz andere Sorgen: Sie ist dabei sich zu verlieben, obwohl sie nach der Trennung von ihrem fiesen Ex der Männerwelt abgeschworen hat.
Mit unkonventionellen Methoden kommen die beiden ungleichen Frauen dem Täter immer näher – aber auch ihrem eigenen Tod …

Rezension
Anna Müllers Leben geht aufwärts. Nach der Trennung von ihrem untreuen Mann, der durch eine faustdicke Lüge dafür gesorgt hat, dass sie ihre Tochter kaum noch sehen darf, ist nun endlich ein Lichtstreifen am Horizont zu erkennen. Anna hat einen neuen Job - als Belegungsmanagerin in der Seniorenresidenz Haus Fröhlich Abendschein soll sie in Zukunft dafür sorgen, dass die Zimmer und Wohnungen allesamt vermietet sind.

Doch schon an ihrem ersten Tag passieren ... merkwürdige Dinge. Unter anderem taucht Else Erpenbeck - eine 84jährige Bewohnerin - in ihrer Abstellkammer... äh... ihrem neuen Büro auf und nimmt sie ungefragt in ihr Team auf. Schließlich gehen in der Residenz Betrügereien von statten und etliche Herrschaften werden um ihr Geld gebracht - zumindest behauptet das Else...

Anna kann sich noch gar keinen Reim auf als das machen, aber tatsächlich.... da sind schon ein paar Ungereimtheiten ... mmm... könnte die alte Dame eventuell richtig liegen...? Ehe Anna sichs versieht, steckt sie schon mittendrin - in Elses Ermittlungen, in polizeilichen ... Verliebtheiten... in Schwierigkeiten jedweder Couleur... da heißt es Bauch rein, Brust raus und auf geht es!

Fazit
Ältere Damen mit kriminalistischem Gespür sind ja nun nichts Neues - schließlich hab ich Miss Marple ja ... fast schon mit der Muttermilch mitbekommen. Obwohl Else Erpenbeck eher etwas... rauerer Natur ist, tut es der Geschichte keinen Abbruch.

Herr Knorr hat - auf seine leicht zu lesende Weise - liebevoll gezeichnete Charaktere erschaffen. Das ältere Menschen oft Opfer von Betrügern und Schlimmeren werden, ist ja leider nicht von der Hand zu weisen. Die Geschichte entbehrt von daher nicht der bitteren Wahrheit und doch ist sie eventuell an ein, zwei Stellen ... leicht... übertrieben.... , obwohl... warum sollte eine 84jährige nicht mal mit ´nem Ferrari fahren sollen? Kleine Füße sind ja dabei durchaus vorteilhaft ;0)

Mich hat dieser Krimi auf jeden Fall gut unterhalten - humorvoll, spannend, kurzweilig - so macht Lesen Spaß. 

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 13. August 2017

Rezension: Tödlicher Lavendel

Ein Leon-Ritter-Krimi - Teil 1,
von Remy Eyssen, erschienen bei Ullstein.


Erschienen am 08.04.2015
Taschenbuch, Broschur
464 Seiten
ISBN-13 9783548286990

Beschreibung laut Verlag
Eigentlich hatte sich Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter auf einen entspannten Job in der Sonne gefreut. Doch kaum im Örtchen Lavandou angekommen, liegt schon sein erster Fall auf dem Tisch. Ein Mädchenmörder geht in der Provence um. Zwei weitere Mädchen sterben, und alle Spuren laufen scheinbar ins Leere. Ritter kämpft nicht nur gegen einen perfiden Mörder, sondern auch mit dem Laisserfaire der südfranzösischen Behörden. Als plötzlich die Tochter seiner Kollegin Isabell Morell entführt wird, wird es heiß in Lavandou, sehr heiß sogar. Und Ritter merkt, dass sogar sein eigenes Urteilsvermögen getrübt ist.

Rezension
Nach einem persönlichen Schicksalsschlag will Dr. Leon Ritter noch einmal ganz von vorne anfangen. Und so kehrt er Deutschland den Rücken zu und nimmt die Stelle eines Gerichtsmediziners in der Provence an.

Schon kurz nach seiner Ankunft, wartet bereits sein erster Patient auf ihn: Ein junges Mädchen, das anscheinend keines natürlichen Todes starb. Davon möchte aber weder die Polizei noch der Bürgermeister etwas hören. Schließlich sind die Urlauber wichtig für den Ort. Doch es bleibt nicht bei einem verschwunden Kind

Und so macht sich Leon auf die Suche ... nach Spuren... nach den Kindern... nach Beweisen. Trotz aller Widrigkeiten. Erst als die Tochter der Polizistin Isabell Morell - Leons Vermieterin - spurlos verschwindet, kommen die Dinge in Bewegung... und das nicht zu knapp.

Fazit 
Vor kurzem stolperte ich über ein ansprechendes Cover - 'Gefährlicher Lavendel' von Remy Eyssen - der dritte Fall des Gerichtsmediziners Leon Ritter. Mmmm ein kurzer Blick auf die Beschreibung und mein Interesse war geweckt. Aber ich - als Reihenliebhaber - kann ja nicht einfach mittendrin anfangen, nech?! - Also erst einmal Teil 1 besorgen - natürlich in der Hoffnung, dass es sich lohnt :0)

Was soll ich sagen? Ja, es hat sich gelohnt. Die Schreibweise ist sehr gut zu lesen, die Provence entsteht vor dem inneren Auge - jetzt kann ich verstehen, warum es so viele Urlauber dorthin zieht. Das Thema ist natürlich... ernst - nicht gerade leicht. Und doch wird es nicht unnötig... im wahrsten Sinne des Wortes 'ausgeschlachtet'.

Die Protagonisten sind sehr gut ausgeleuchtet. Man bekommt ein Gespür für die einzelnen Leute. Die Atmosphäre des Buches nimmt den Leser mit. Und je näher ich dem Showdown kam, desto sicherer war ich mir, dass man dieses Buch bestimmt auch prima verfilmen kann.

Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten und dritten Teil und ich hoffe, dass es bei der Qualität bleibt - ha - und wieder eine neue Reihe in meiner Sammlung ;0)

Reihenfolge:
Tödlicher Lavendel
Schwarzer Lavendel
Gefährlicher Lavendel

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 10. August 2017

Rezension: Velvet

Volume 3


Erschienen am 28.07.2017
Polyband
FSK: 12
Laufzeit: ca. 495 Min. (11 x 45 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Spanisch
Dolby Digital 2.0
Ländercode: 2
Anzahl Discs:3

Synopsis
Heimliche Küsse, große Hoffnungen und enttäuschte Gefühle sind in die kostbaren Stoffe eingewebt, aus denen fleißige Hände die großen Roben für ihre erlesene Kundschaft schneidern.

Alberto, der Erbe der Galerías Velvet, hat Cristina, die Tochter eines der reichsten Unternehmer Spaniens, vor den Traualtar geführt. Ana, Albertos einzig wahre Liebe, weiß, dass ihr geringer Status als einfache Schneiderin ihr den Aufstieg schwer macht. Als die Galerías Velvet nun neue Uniformen für eine spanische Fluglinie herstellen sollen, ernennt Alberto Ana zur verantwortlichen Designerin für diese Nebenlinie. Mit gemischten Gefühlen sieht Ana der engen Zusammenarbeit mit Alberto entgegen. Zugleich kämpft der gutaussehende und charmante Pilot Carlos um Anas Liebe.


Rezension
Alberto (Miguel Ángel Silvestre) hat es zur Zeit nicht leicht bei den Galerias. Während seiner Hochzeitsreise mit Cristina (Manuela Velasco) hat ihr Bruder Enrique (Diego Martín) das Ruder bei Velvet übernommen und nun zwingt er Alberto Uniformen für die Stewardessen der Fluglinie Airsa herzustellen. Was zunächst so abwegig klingt für ein Haute-Couture-Unternehmen, erweist sich jedoch als eine große Chance für Ana (Paula Echevarria) - denn Alberto beauftragt sie mit dem Designen der neuen Uniformen.


Was er dabei nicht berücksichtigt hat, ist Anas neuer Bekannter Carlos (Peter Vives Newey) - Pilot bei genau dieser Fluglinie und nun als Kontaktmann für die neue Kollektion auserkoren, sodass Ana und Carlos mehr Zeit miteinander verbringen, als Alberto lieb ist...

Fazit
Nee, wat is dat schöööön :0)

 

Weiter geht es mit Herz, Schmerz und dies und das - und ja, es macht weiterhin Spaß die Serie anzuschauen. Den Machern ist es gelungen eine schöne Geschichte in tollen Bildern, mit guter Musik und passenden Schauspielern zusammenzustellen.

Auch die neu dazugekommenen Darsteller fügen sich perfekt ist das bestehende Ensemble ein. Egal ob Peter Vives Newey als Carlos - Anas neuer.... Bekannter, Ángela Molina als Isabel ... eine ... alte Bekannte von Anas Onkel - gespielt von José Sacristán oder auch Llorenc González als Pedros Cousin - alles passt einfach zusammen.



Eine Serie für das Herz, zum Schmunzeln und zum Mitfiebern - wahrscheinlich eher für Mädels gemacht, als für hartgesottene Männer ;0)

Worauf man allerdings achten muss - Volume 1 + 2 dieser Serie laufen bei Netflix unter Staffel 1, Volume 3 + 4 (die ich auch bald durchgeschaut habe) unter Staffel 2. Das sei nur am Rande bemerkt, damit man nicht durcheinander kommt.

Also: ich mag Velvet - meine Empfehlung habt ihr ... Mädels!

Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 1. August 2017

Rezension: Die Länder von Eis und Feuer

von George R. R. Martin, erschienen bei penhaligon.


Erschienen am 26.09.2016
Gebundenes Buch, Pappband
ISBN 978-3-7645-3170-6

Rezension der etwas anderen Art :0)
Nicht das Ihr Euch erschreckt - Nein, dieses hier ist nicht der nächste Teil von 'Das Lied von Eis und Feuer'! Leider, leider nicht. ABER es ist auf jeden Fall auch etwas tolles :0)

Als das Teilchen hier ankam war ich schon mal recht überrascht. Mit 1470g - ja, sage und schreibe 1,47 kg handelt es sich hier nicht wirklich um leichte Kost und auch die Ausmaße sind schon nett. Ich hab mal Fotos gemacht inklusive meiner Hand - damit man einen Eindruck bekommt.

 

Qualitativ fühlt sich das Ganze richtig edel an. An der schmalen Seite ist ein Magnet über die komplette Seite eingearbeitet, sodass die Karten sicher aufbewahrt sind.


 Innen erwarteten mich dann 12 Landkarten - hachz - und zwar
 
* Die bekannte Welt
* Sklavenbucht
* Dothrakisches Meer
* Jenseits der Mauer
* Westeros
* Der Westen
* Freie Städte
* Zentralessos
* Osten
* Königsmund
* Braavos
* Reisen


Jede einzelne Karte hat ungefähr die Größe von 9 aneinander gelegten DinA4-Blättern teilweise im Hoch-, teilweise im Querformat und ausnahmslos sind alle Karte liebevoll und detailliert gezeichnet auf schönem dicken Hochglanzpapier - da mache ich mir keine Sorgen, dass die Karten nach zweimal auf- und zuklappen zerreißen.

Im Gegenteil: ich könnte mir vorstellen, dass diese Karten sich auch richtig schön in tollen Rahmen an der Wand machen - zu schade, dass ich nicht einfach alle 12 Karten aufhängen kann - so viel Platz ist einfach nicht da *seufz*.

Ich kann Euch übrigens nur ganz schlecht sagen, welche Karte mir am besten gefällt... eigentlich hat jede etwas. Das dothrakische Meer zum Beispiel fand ich überaus beeindruckend. Riiiiiiiiiiiiiiiiesig groß das Ganze. Da sieht man erst einmal welche Wege Dany und das Khalasar hinter sich gebracht haben... uff...und das alle zu Fuß oder auf dem Pferd.

In der Karte 'Reisen' kann man sich auch hervorragend verlieren. Wobei nicht nur die Reisen von Danerys, Tyrion und Co eingezeichnet sind, nein, auch Aeron, Quentin und Jon Connigton fehlen nicht.

Was allerdings fehlt ist ein Koordinatennetz und eine Auflistung aller Orte - so nach dem Motto: Astapor liegt in Feld D3. So muss man sich wirklich jede Karte einzeln zu Gemüte führen, mit dem Finger drüber wandern, die Zungenspitze zwischen den Lippen und gucken, suchen, staunen -  Ihr wisst was ich meine, nech ?!

Fazit
Ich denke für jeden eingefleischten Fan der epischen Geschichte von Eis und Feuer ist das schon ein tolle Beiwerk... zumindest für die, die eventuell nicht so auf den Pfennig.... bzw. auf den Cent achten müssen... Der Preis von knapp 40 Euro ist schon ... schluck, aba...aba...aba.... die Karten dieser Fantasiewelt sind auch wirklich schön ;0)

Viele Grüße von der Numi

Montag, 31. Juli 2017

Rezension: Agatha Raisin

Staffel 1


Erschienen am 13.03.2017
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 800 Min. (16 x 50 Min. + Bonus)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 6

Synopsis
Agatha Raisin, ehemalige PR-Managerin aus der Metropole London, hat genug von der Großstadthektik. Ein eigenes Cottage in den malerischen Cotswolds - davon hat Agatha schon immer geträumt. Jetzt ist dieser Wunsch endlich wahr geworden. Womit sie allerdings nie gerechnet hätte, ist die Abneigung ihrer neuen Nachbarn:
Die Dörfler wollen offenbar lieber unter sich bleiben!
Doch Agatha ist es gewohnt, ihren Kopf durchzusetzen. Um Eindruck zu schinden, reicht sie beim örtlichen Backwettbewerb eine Feinkost-Quiche ein, die sie als ihre eigene ausgibt. Dumm ist allerdings, dass einer der Preisrichter stirbt und in Agathas Quiche Gift gefunden wird. Nun muss sie nicht nur zugeben, dass sie gemogelt hat, sondern auch versuchen, den Mordverdacht gegen sich auszuräumen. Agatha ermittelt auf eigene Faust...


Rezension
Agatha Raisin (Ashley Jensen) - ein Werbefachfrau... ach, was sag ich: eine Werbe-Ikone aus dem schillernden London - setzt sich zur Ruhe. Und genau so, wie sie es sich schon immer gewünscht hat, in einem wunderschönen Cottage im malerischen Cotswolds. Nun fehlt nur noch das Integrieren ins örtliche Dorfleben.

Doch leider läuft das nicht wirklich nach Plan... irgendwie sind die Dörfler nicht ganz so aufgeschlossen für die Neue, wie Agatha sich das vorgestellt hat. Aber Aufgeben ist ja was für andere. Als erstes nimmt sie also an einem Backwettbewerb teil mit einer wunderschönen, überaus leckeren Quiche.

Man muss vielleicht dazu sagen, das Agatha nicht so der Typ Hausfrau ist... aber wichtig ist ja eigentlich auch nur, das sie den Wettbewerb gewinnt um so Kontakte im Dorf aufzubauen. Und wenn stört es da, das die Quiche ... nicht direkt selber ... naja... sie holt sie immerhin selber ab - in London - bei einem Meister-Quiche-Bäcker!

Dumm ist nur, das der Testesser des Wettbewerbs nach dem Genuss genau dieser Quiche verstirbt - Todesursache Gift. Peinlich... überaus peinlich für Agatha. Nun steht sie doch tatsächlich unter Mordverdacht... und muss nun beichten,... das die Quiche nicht handgemacht war...

Gleichzeitig jedoch ist ihr Ehrgeiz geweckt. Wer könnte der Giftmischer sein? Und warum wurde ausgerechnet der Testesser getötet? Und wie kam das Gift in ihre Quiche? Agatha macht sich auf die Suche nach dem wahren Täter!

Fazit
Herrlich!

Ich fang mal von vorne an: In der ersten Folge war ich doch etwas.... irritiert - kommt Agatha doch leicht overdressed, überkandidelt, ein wenig schräg daher. Und dann betrügt sie auch noch bei dem Wettbewerb... mmm... aber manchmal muss man einfach mal durchhalten und weiter schauen. Und ich bin froh, dass ich das gemacht hab :0)


Die Schauspieler sind für ihre Rolle klasse ausgewählt und alle durchweg sympathisch. Da wäre natürlich Ashley Jensen als Agatha, Katy Wix als ihre Haushälterin Gemma, die ein kleines Auge auf den Polizisten Bill Wong - gespielt von Matt McCooey - geworfen hat. Der wiederrum mag eigentlich Agatha lieber, die aber eher auf ihren Nachbar James (Jamie Glover) steht. Ja ja, auf der Alm, da gibts koa Sünd, aber auf so einem englischen Dorf...


Dazu kommt dann noch Agathas bester Freund aus London - Mathew Horne als Roy Silver, schwul, ein Recherche-As am Computer und stets mit Rat und Tat an Agathas Seite - herrlich.

 

Von der Umgebung her fühlt man sich, wie bei Inspector Barnaby - ein beschauliches, ruhiges, wunderschönes, englisches Dorf, in dem die Leute sterben, wie die Fliegen. Ja keine Sorge, der Testesser ist natürlich nur das erste Opfer in der ersten Folge. Ihm folgen noch einige nach, sodass Agatha ihre neugierige Nase auch weiterhin in Mordfälle stecken kann - und das ist gut so.


Also meine beiden Daumen sind oben für diese tolle, humorvolle, spannende Cosy-Krimiserie. Mir hat sie richtig gut gefallen und ich freue mich auf mehr von Agatha!

Viele Grüße von der Numi