Mittwoch, 26. April 2017

Rezension: Der Tod stickt mit


von Tatjana Kruse, erschienen bei Knaur. 
  

 
 
Erschienen am 04.05.2015
Taschenbuch
288 Seiten
ISBN: 978-3-426-51429-0
   

Beschreibung laut Verlag  

Kommissar a. D. Siggi Seifferheld beobachtet verdächtige Gestalten in der Kunsthalle Würth zu Schwäbisch Hall. Sofort wittert er Kunstraub! Der Galerist, den er im Verdacht hat, wird allerdings kurz darauf ermordet. Während alle Welt an eine Beziehungstat glaubt und die Geliebte des Galeristen ins Visier der Polizei gerät, ermittelt Seifferheld auf eigene Faust, was ihn arg in die Bredouille bringt. Und das alles, während er erneut Großonkel wird, er fleißig an seinem Aufstieg zum bekanntesten stickenden Mann Deutschlands arbeitet und zusammen mit einer rassigen Ghostwriterin seine Autobiographie schreiben soll.
 
Rezension
In der Kunsthalle Würth findet eine Gobelin-Ausstellung statt und Siggi Seifferheld der berühmteste – und bisher einzige bekannte – Sticker seiner Heimatstadt Schwäbisch Hall soll ein paar Worte zur Ausleitung der Veranstaltung sprechen – kein Problem für den Kommissar a.D.. Doch diese merkwürdigen Typen, die sich während der Ausstellung so sonderbar benehmen – die beunruhigend ihn doch immens.

  
Für ihn steht fest: da wird ein Kunstraub geplant! Dumm nur, das sein Hauptverdächtiger kurz darauf ermordet aufgefunden wird. Natürlich ermittelt die Polizei in die vollkommen falsche Richtung – nein, nein – das muss etwas mit dem geplanten Raubüberfall zu tun haben, da ist sich Siggi sicher. Also macht er sich – wieder einmal – allein an die Ermittlungen.
  

So entkommt er nebenbei auch noch - wenigstens zeitweise- seinem überfülltem Haus. Dieses Mal treibt sich fast die ganze Mannschaft bei Siggi herum. Neben Nichte Karina (weiß), die mit ihrem Mann Fela (schwarz) und ihrem Sohn Fela jun. (gelb) im Dachgeschoss wohnt (mangels Geld für etwas eigenes), sind nun auch Tochter Susanne, ihr Freund Olaf und deren gemeinsame Tochter Ola-Sanna vorrübergehend eingezogen (wegen Sanierungsarbeiten im eigenen Zuhause). Und zu guter Letzt hat sich auch noch seine Schwester Irmgard (die Generalin) mit ihrem Mann Pfarrer Helmerich in ihrem alten Zimmer einquartiert (warum auch immer – da traut sich keiner nach dem Grund zu fragen).
     

Fazit
Der sechste Fall um Siggi Seifferheld und natürlich war ich wieder dabei, denn die einzelnen Charaktere wachsen einem von ersten Band an sofort ans Herz… naja… obwohl ich zugeben muss, das ich General Irmgard wohl auch nicht nach dem Grund für ihre Rückkehr ins Seifferheldsche Heim gefragt hätte ;0)
  

Die Schreibweise und Ausdrucksform von Tatjana Kruse sind einfach flufflig und leicht zu lesen. Mit einem Lächeln im Gesicht blättert man sich vorwärts und begleitet Siggi, Family & Friends durch Höhen und auch Tiefen. (Ja es gibt auch Tiefen, z.B. Onis, Siggis Hovawart Rüde mit Knickrute hat wirklich einen ganz, ganz schlimmen Juckreiz an … einer … eher intimen Stelle).
  

Vielleicht ist in diesem Teil ein Haaaauch zu viel Privates und ein winziges bisschen zu wenig Krimi enthalten – aber das kann man als Fan gut verschmerzen. Am Schluss hab ich mir – zugegebenermaßen dann doch fast Sorgen um Siggis…. Fortbestehen gemacht… :0)
 
Für mich also weiterhin – Siggi Seifferheld, ein kurzweiliges Lesevergnügen!
 
  
Reihenfolge

1. Kreuzstich Bienenstich Herzstich
2. Nadel, Faden, Hackebeil
3. Finger, Hut und Teufelsbrut
4. Gestickt, gestopft, gemeuchelt
5. Sticken, stricken, strangulieren
6. Der Tod stickt mit
   
 
Viele Grüße von der Numi

1 Kommentar:

  1. Hallöchen,

    eine schöne Rezi, danke! Von dieser Reihe habe ich auch ein paar Bücher. Die Autorin schreibt einfach unglaublich frisch, lustig und ich kann ihre Bücher verschlingen. Ich muss gleich mal nachsehen, welchen Band ich bereits von dieser Reihe gelesen habe.

    Liebe Grüße
    Barbara

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