Sonntag, 20. August 2017

Rezension: Pumpernickelblut

von Herbert Knorr, erschienen bei Pendragon.


Erschienen am 21.06.2017
Taschenbuch
480 Seiten
ISBN: 978-3-86532-586-0

Beschreibung laut Verlag
Crime im Heim: Üble Betrügereien, düstere Gestalten und ominöse Todesfälle in der idyl­lischen Seniorenresidenz Haus Fröhlich Abendschein rufen Else Erpenbeck, Heimbewohnerin und Hobbydetektivin, auf den Plan.
Von der Polizei als »schräge Alte« nicht ernst genommen, entscheidet die 84-Jährige kurzerhand, Anna Müller in ihr Ermittlungsteam zu holen. Die neue Belegungsmanagerin der Residenz hat aber eigentlich ganz andere Sorgen: Sie ist dabei sich zu verlieben, obwohl sie nach der Trennung von ihrem fiesen Ex der Männerwelt abgeschworen hat.
Mit unkonventionellen Methoden kommen die beiden ungleichen Frauen dem Täter immer näher – aber auch ihrem eigenen Tod …

Rezension
Anna Müllers Leben geht aufwärts. Nach der Trennung von ihrem untreuen Mann, der durch eine faustdicke Lüge dafür gesorgt hat, dass sie ihre Tochter kaum noch sehen darf, ist nun endlich ein Lichtstreifen am Horizont zu erkennen. Anna hat einen neuen Job - als Belegungsmanagerin in der Seniorenresidenz Haus Fröhlich Abendschein soll sie in Zukunft dafür sorgen, dass die Zimmer und Wohnungen allesamt vermietet sind.

Doch schon an ihrem ersten Tag passieren ... merkwürdige Dinge. Unter anderem taucht Else Erpenbeck - eine 84jährige Bewohnerin - in ihrer Abstellkammer... äh... ihrem neuen Büro auf und nimmt sie ungefragt in ihr Team auf. Schließlich gehen in der Residenz Betrügereien von statten und etliche Herrschaften werden um ihr Geld gebracht - zumindest behauptet das Else...

Anna kann sich noch gar keinen Reim auf als das machen, aber tatsächlich.... da sind schon ein paar Ungereimtheiten ... mmm... könnte die alte Dame eventuell richtig liegen...? Ehe Anna sichs versieht, steckt sie schon mittendrin - in Elses Ermittlungen, in polizeilichen ... Verliebtheiten... in Schwierigkeiten jedweder Couleur... da heißt es Bauch rein, Brust raus und auf geht es!

Fazit
Ältere Damen mit kriminalistischem Gespür sind ja nun nichts Neues - schließlich hab ich Miss Marple ja ... fast schon mit der Muttermilch mitbekommen. Obwohl Else Erpenbeck eher etwas... rauerer Natur ist, tut es der Geschichte keinen Abbruch.

Herr Knorr hat - auf seine leicht zu lesende Weise - liebevoll gezeichnete Charaktere erschaffen. Das ältere Menschen oft Opfer von Betrügern und Schlimmeren werden, ist ja leider nicht von der Hand zu weisen. Die Geschichte entbehrt von daher nicht der bitteren Wahrheit und doch ist sie eventuell an ein, zwei Stellen ... leicht... übertrieben.... , obwohl... warum sollte eine 84jährige nicht mal mit ´nem Ferrari fahren sollen? Kleine Füße sind ja dabei durchaus vorteilhaft ;0)

Mich hat dieser Krimi auf jeden Fall gut unterhalten - humorvoll, spannend, kurzweilig - so macht Lesen Spaß. 

Viele Grüße von der Numi

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen