Samstag, 30. September 2017

Viiiiieeeeelleiiiiicht...

habe ich ja nicht alle Tassen im Schrank, aber das Gute daran: Man kann sich immer mal wieder neue Tassen zulegen!



(Ich konnt einfach nicht an den Beiden vorbei gehen. Das sind übrigens Tassilo und Madame Pottine aus dem Zeichentrickfilm 'Die Schöne und das Biest'.)

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 28. September 2017

Rezension: The Collection



Die Serie erzählt die Geschichte von dem Aufstieg des Modehauses der Familie Sabine, welche die kriegsgeplagte Stadt Paris wieder zur Modehauptstadt der Welt verwandeln will.
Geführt wird das Familienunternehmen vom geschäftstüchtigen Paul Sabine (Richard Coyle). Doch das wahre Genie hinter dem Label ist sein jüngerer Bruder Claude (Tom Riley), der aufgrund seiner Homosexualität jedoch nicht ins Rampenlicht treten darf. Als Jules Trouvier (James Cosmo), einer der reichsten Männer Paris´, sich dazu entschließt, in das kleine Modehaus zu investieren, steht den Sabines plötzlich eine goldene Zukunft bevor.

Allerdings scheinen die Geister der Vergangenheit die Familie schnell einzuholen, als ein Fremder im Begriff ist, die Verbindung der Familie Sabine mit den Nationalsozialisten aufzudecken.

Doch um das Unternehmen zu retten, gehen Paul und Mutter Yvette (Frances de la Tour) über Leichen und so fängt die glamouröse Fassade des Modehauses langsam an zu bröckeln.



Rezension
Kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges - Paris soll wieder die Modestadt Nummer 1 werden. Die Sehnsucht nach Schönheit, Eleganz und Weiblichkeit ist groß bei den Reichen und Schönen. 

Durch das Modehaus Sabine soll Paris wieder auferstehen, wie Phoenix aus der Asche. Der geschäftstüchtige Paul nimmt die Herausforderung an. Was jedoch niemand ahnt: nicht er ist der kreative, herausragende Modedesigner - nein, sein Bruder Claude ist das eigentliche Genie. Allerdings ist er zum einen homosexuell, was zu dieser Zeit noch strafbar ist und zum anderen hat er absolut kein Händchen für den Umgang mit den Kunden. 

Doch das ist nicht das einzige Problem der Familie zu sein. Ein Reporter wittert einen Zusammenhang zwischen Sabine und dem Nationalsozialismus, ein Lover von Claude verschwindet spurlos, ein Finanzier mischt sich in die Geschäfte ein und die Polizei interessiert sich auch für die Familie....

Wie weit geht man um sich zu schützen?

Fazit
Das erste was mir hier durch den Kopf geht: sie küssten und sie schlugen sich, denn die beiden Brüder und ihre Mutter können nicht miteinander, aber auch üüürgendwie nicht ohne einander und ja, um die Familie zu schützen, geht man hier auch über Leichen.


Die Schauspieler waren mir bisher weitestgehend unbekannt - bis auf Frances de la Tour, die hier Mutter Sabine spielt (Madame Maxim aus Harry Potter) und James Cosmo, der reiche Finanzier (Lord Kommandant Joer Mormont aus Game of Thrones).


Die Ausstattung ist passend, die Kleidung natürlich Haute-Couture, die Schauspieler sind gut, die Geschichte stimmig und wer es dramatisch mag, sollte hier bestens aufgehoben sein. Mir persönlich fehlte eine kleine humorige Note. Selbst bei einem Drama mag ich es, wenn zwischendurch auch mal ein wenig... wenn auch nur ein Hauch Sonnenschein zu sehen ist - den habe ich hier leider nicht gefunden, aber das ist ja halt nur mein Geschmack und schmälert die Qualität der Serie ja in keinster Weise.


Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 10. September 2017

Rezension: Wildeule

von Annette Wieners, erschienen bei List.


Erschienen am 11.08.2017
Taschenbuch, Klappenbroschur
352 Seiten
ISBN 13 978 3 54861 2591

Beschreibung laut Verlag
Die ehemalige Kommissarin Gesine Cordes hatte sich nach dem Tod ihres kleinen Sohns aus ihrem alten Leben zurückgezogen. Erst in der Arbeit als Friedhofsgärtnerin fand sie Trost. Doch ihre geliebte Idylle wird jäh gestört, als während einer Beerdigung entdeckt wird, dass der Sarg nicht richtig geschlossen ist. Und nicht der erwartete Leichnam im Sarg liegt, sondern ein bekannter Bestattungsunternehmer – er wurde ermordet. Gesine ermittelt undercover auf dem Friedhof und kommt skandalösen Praktiken im Bestattergewerbe auf die Spur. Bald gerät ausgerechnet ihr bester Freund, der Bestatter Hannes, unter Verdacht. Gesine muss sich entscheiden: Wird sie sich weiter vor der Welt verstecken? Oder kann sie Hannes retten, den Mord aufklären und womöglich sogar in ihr altes Leben zurückkehren?

Rezension
Zwischen der Friedhofsgärtnerin (und Ex-Kommissarin) Gesine Cordes und ihrem bester Freund Hannes herrscht Eiszeit. Er hatte ihr sein Herz ausgeschüttet wegen seiner beruflichen Schwierigkeiten mit einem skrupellosen Konkurrenten Schellhorn und sie hatte - beschwipst und gutgelaunt - einen blöden Kommentar dazu abgegeben. Eigentlich eine Kleinigkeit und doch... Gesine hat da etwas gutzumachen...

Gut das die Arbeit sie ablenkt. Die heutige Beerdigung ist wirklich außergewöhnlich. Zum einen geradezu pompös mit einem Blumenmeer, den teuersten Kränzen und dazu Silberbeschlägen am Sarg fast schon überladen - auf der anderen Seite nur ein einzelner Trauergast. Doch das was Gesine tatsächlich hellhörig werden lässt, ist dieses merkwürdige Geräusch, als die Träger den Sarg anheben...

Und tatsächlich: Der Deckel des Sarges ist nicht richtig verschlossen und als er plötzlich wegrutscht ist der Schreck mehr als groß. Denn nicht die verstorbene Madeleine Jablin liegt in dem Sarg, sondern Hannes Konkurrent Schellhorn.

Die Polizei - unter Leitung von Mordermittlerin Marina Olbert - macht sich an die Ermittlung. Schon bald kristallisiert sich eine Spur heraus - und die führt direkt zu Hannes!

Fazit
'Wildeule' ist der dritte Teil um Gesine Cordes. Die ersten beiden Bücher hatten mir wirklich gut gefallen, aber dieser Band toppt die beiden anderen noch einmal so richtig!

Ich lese ja sehr gerne Serien - mir gefällt es einfach beim Lesen alte Bekannte zu treffen. Manche mag man mehr, manche vielleicht weniger und doch ist es ein Wiedersehen bzw. Wiederlesen, das mir Freude bereitet. So auch mit Gesine und natürlich auch mit Hannes.

Nun steht Hannes aber unter Verdacht. Natürlich zu unrecht. Ist ja klar. Schließlich kennen wir uns ja schon ein Weile... naja gut zwei Bücher lang... aber das kann ja trotzdem nicht sein, das er jemanden tötet.... okay, einen Grund hätte er schon gehabt... aus verständlichen Gründen hätte ihm ja schon die ein oder andere Leitung durchbrennen können.... aber mal ehrlich: Hannes? Obwohl... wie gut kennt man sich eigentlich wirklich... und die Beweise... die kann man ja nicht wegdiskutieren.... sollte er doch?...

Was ich damit sagen möchte: dieses Buch hat mich beim Lesen ganz schön hin und her gerissen. Immer wieder stellt man sich die Frage der Fragen und nein, ich verrate Euch definitiv nicht, wie es endet und ob das Ende mir gefallen hat oder nicht. Nur so viel: es war spannend!

Mir gefällt auch die Grundgeschichte. Also eine Kommissarin, die durch ... also die ihren kleinen Sohn verliert und damit den Lebensinhalt, die alles hinwirft und nun als Friedhofsgärtnerin arbeitet... auf dem Friedhof, auf dem auch ihr Junge bestattet wurde... etwas düster und absolut stimmig.

Meine beiden Daumen sind auf jeden Fall oben für diese Reihe.

Reihenfolge
 Kaninchenherz
 Fuchskind
 Wildeule

Viele Grüße von der Numi